Aufständische wollen Straßenverbindung nach Jordanien unterbrechen

28. Juli 2004, 18:43
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Drohungen gegen Unternehmer

Bagdad - Aufständische im Irak haben am Dienstag ultimativ damit gedroht, den Verkehr auf der Schnellstraße nach Jordanien zum Erliegen zu bringen. Nach Ablauf von 72 Stunden würden dort US-Amerikaner, aber auch Jordanier angegriffen. Angehörige von zwei im Irak verschleppten jordanischen Lastwagenfahrern drohten unterdessen in Amman, den Besitzer der Firma zu enthaupten und alle seine Mitarbeiter umzubringen, wenn er die Geschäfte im Nachbarland nicht - wie von den Entführern gefordert - sofort einstelle.

Die Drohung gegen den Verkehr auf der Fernstraße kam von einer Gruppierung, die sich selbst als "Gruppe des Todes" bezeichnete. Auf einem Video waren maskierte und bewaffnete Männer zu sehen. Ein Sprecher kritisierte Jordanien, weil das Königreich zulasse, dass die von den USA geführte Koalition im Irak von dort aus unterstützt und versorgt werde. Die Gruppe werde dafür sorgen, dass die US-Truppen von Jordanien aus keinen Nachschub mehr erhielten. Die in Jordanien von den Angehörigen der Entführten kritisierte Firma beliefert die US-Truppen mit Baumaterial und Nachschub. Salama Hassan, der Vater eines der Verschleppten, drohte dem Firmeninhaber: "Wir schlagen ihm den Kopf ab, wenn er unsere Forderung nach völliger Einstellung seiner Geschäfte im Irak nicht befolgt." (APA/AP)

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