General Electric ist das wertvollste börsenotierte Unternehmen der Welt

24. Mai 2005, 19:44
5 Postings

Microsoft und Exxon auf Plätzen zwei und drei im BusinessWeek-Ranking 2004 - Erstmals Firmen aus Schwellenländern dabei

Wien/London - General Electric ist einmal mehr das wertvollste börsenotierte Unternehmen der Welt. Der US-Mischkonzern weist laut einem aktuellen Ranking des US-Wirtschaftsmagazins "BusinessWeek" die weltweit größte Börsenkapitalisierung mit 328,1 Mrd. Dollar auf, gefolgt von Microsoft (284,4 Mrd. Dollar) und Exxon Mobile (283,6 Mrd. Dollar).

Auf Grund eines starken Gewinnwachstums und stabiler Aktienkurse konnten die Börseriesen ihre Positionen verteidigen, schreibt das Magazin. Auch Pfizer, Wal-Mart und Citigroup konnten ihre Ränge 4 bis 6 verteidigen. Der britische Ölkonzern BP, das bestplatzierte nicht-amerikanische Unternehmen, konnte sich auf Rang 7 um zwei Positionen verbessern, während Royal Dutch/Shell um zwei Plätze auf den 10. Rang zurückfiel.

Comeback der Japaner

Das heurige Ranking des US-Magazins ist gekennzeichnet von drei Highlights: So haben japanische Banken dank gezielter Sanierungskurse, Anzeichen von wirtschaftlicher Erholung und geringerer Deflationsängste im Land ein beachtliches Comeback in die Liste der Top 1.000 Börseriesen geschafft. Zudem wurden erstmals Unternehmen aus Schwellenländern in die Wertung aufgenommen, wobei es drei Global Player sofort unter die Top 100 geschafft haben: Südkoreas Elektronikkonzern Samsung (46), der russische Energieriese Gazprom (47) und der Mobilfunkbetreiber China Mobile (70). Und britische Firmen waren - nicht zuletzt auf Grund der 12-prozentigen Wertsteigerung des Pfund gegenüber dem Dollar - erneut stark in der Liste vertreten: Die Reuters Gruppe zählt zu den größten Gewinnern.

Wenn auch die Euro-Zone 2003 nur ein Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent verzeichnete, so hat das eine Reihe von kontinentaleuropäischen Unternehmen wie etwa Aventis, Siemens oder Philips nicht abgehalten, gesunde Gewinne zu schreiben. Eingedämmt wurde deren Entwicklung einzig durch den starken Euro, der zum Dollar im Vorjahr um 19 Prozent zugelegt hat.

Kumulierter Wert 21,1 Billionen Dollar

Trotz des Irak-Krieges, unverändert hoher Ölpreise und der Aussicht auf höhere Zinsen haben sich Investoren von ihren defensiven Anleihen getrennt und sind zurück in Aktien gegangen, analysiert das Magazin. Der kumulierte Wert der Top 1.000 Börseunternehmen ist im Jahresvergleich zum Stichtag 31. Mai 2004 daher um 26 Prozent auf 21.100 Mrd. Dollar gestiegen. Das war laut BusinessWeek das erste Plus in vier Jahren und die größte Steigerung seit dem Jahr 2000, als der Wert einen Rekord von 24.500 Mrd. Dollar erreichte. (APA)

Share if you care.