Strasser schließt Ferrero-Nachfolge aus

28. Juli 2004, 15:25
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Lunacek: Außenamt nicht bis November ohne Führung lassen

Wien - Innenminister Ernst Strasser (V) wurde in Regierungskreisen bisher immer wieder als möglicher Nachfolger von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner genannt, sollte diese EU-Kommissarin werden. Jetzt, wo Ferrero-Waldner von Bundeskanzler Wolfang Schüssel (V) offiziell als Kommissarin nominiert wurde, schließt Strasser aber einen Wechsel aus. "Ich stehe für das Außenministerium nicht zur Verfügung", sagte er am Dienstag.

Die Grünen fordern indes eine möglichst rasche Entscheidung von Schüssel. Der Kanzler "darf sich nicht bis Oktober Zeit lassen, eine Nachfolgerin für das Außenamt zu finden", forderte Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen in einer Aussendung. Die Außenpolitik habe schon im heurigen Frühjahr unter der Präsidentschaftskandidatur der Außenministerin gelitten. "Wenn das Außenministerium erneut mehrere Monate ohne tatsächliche Führung dasteht, wird Österreichs Gewicht innerhalb der EU und auf internationaler Ebene noch weiter schwinden", so Lunacek. Knapp vor Beginn der österreichischen EU-Präsidentschaft sei es auch im Interesse der Außenamts-BeamtInnen, wenn die Nachfolge noch vor Herbstbeginn benannt würde. Es müsse eine Person an die Spitze des Ressorts, "die erfahren und mutig ist und nicht nur durch Loyalität" zu Schüssel und zur Regierungslinie glänze, meinte Lunacek. (APA)

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