Austriamicrosystems steigerte Umsatz und Ergebnis

8. September 2004, 14:01
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Ebit drehte im 1. Halbjahr ins Plus - Deutlicher Ergebnisanstieg im zweiten Halbjahr erwartet

Unterpremstätten/Wien - Der an der Zürcher Börse notierte steirische Chiphersteller austriamicrosystems konnte im ersten Halbjahr 2004 den konsolidierten Gruppen-Umsatz um 22 Prozent auf 68,9 Mio. Euro steigern. Das Betriebsergebnis (Ebit) war mit 6,1 Mio. Euro positiv, nach einem Minus von 0,7 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2003, teilte das Unternehmen am Dienstag ad-hoc mit. Das Unternehmen sehe ein weiterhin gutes Marktumfeld für analoge Halbleiter und erwarte angesichts einer anhaltend positiven Geschäftsentwicklung im Produkt- und Foundrysegment einen deutlichen Ergebnisanstieg im zweiten Halbjahr. Der Gesamtumsatz für 2004 wird mit 155 bis 165 Mio. Euro prognostiziert.

Im zweiten Quartal erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 36,6 Mio. Euro. Das Ebit belief sich auf 3,8 Mio. Euro nach 1,3 Mio. Euro. Die Bruttogewinnmarge stieg im ersten Halbjahr um zehn Prozentpunkte auf 43 Prozent.

Außerordentliche Belastung

Auf Grund der in Österreich per Anfang 2005 geltenden Senkung des Körperschaftsteuersatzes wurde gemäß IFRS im zweiten Quartal eine unmittelbare Anpassung des aktiven latenten Steuerguthabens um rund 12 Mio. Euro vorgenommen. Diese einmalige außerordentliche nicht kassenwirksame Anpassung habe das Nettoergebnis im zweiten Quartal belastet, heißt es in der Mitteilung. Das Nettoergebnis des zweiten Quartals beläuft sich auf minus 9,6 Mio. Euro, verglichen mit plus 0,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie betrug minus 1,48 Schweizer Franken (minus 0,96 Euro). Für das erste Halbjahr wurde ein Nettoergebnis von minus 8,0 Mio. Euro oder minus 1,30 Franken (minus -0,84 Euro) je Aktie ausgewiesen, nach minus 1,9 Mio. Euro.

Ohne Berücksichtigung der Anpassung des aktiven latenten Steuerguthabens ergibt sich ein Nettoergebnis von 2,5 Mio. Euro für das zweite Quartal und 4,1 Mio. Euro für das erste Halbjahr 2004. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich ohne die Steueranpassung auf 0,38 Franken (0,25 Euro) für das zweite Quartal und auf 0,67 Franken (0,43 Euro) für das erste Halbjahr 2004.

Der Gesamtauftragsbestand per 30. Juni 2004 wird mit 49,9 Mio. Euro angegeben, gegenüber 37,4 Mio. Euro am 30. Juni 2003.

Kapitalerhöhung

Im Rahmen des kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Börseganges flossen austriamicrosystems durch Ausgabe von 2 Mio. junge Aktien als Kapitalerhöhung Nettoerlöse von mehr als 41 Mio. Euro zu. Davon 40 Mio. Euro zur vorzeitigen Rückführung langfristiger Fremdmittel im zweiten Quartal verwendet, was zu einer wesentlichen Verbesserung der Bilanzstruktur führte.

Das zweite Quartal sei von hoher Auslastung in allen Produktionsbereichen geprägt gewesen. Der Weiterausbau der Produktionskapazität in austriamicrosystems Fab B von 3900 WSPM auf 5200 WSPM schreite wie geplant voran. Erwartet werde bei einer Reihe von Kunden aus allen Regionen den Anlauf der Massenfertigung (Ramp) von hochvolumigen Produkten in den kommenden Monaten. Die nach dem Weiterausbau verfügbare zusätzliche Produktionskapazität im Laufe des dritten Quartals werde ausgelastet sein. (APA)

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