Rehbock verletzte Kind in Tirol

27. Juli 2004, 19:41
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Rotwildattacken auf Menschen sind selten

Schwaz - Ein aggressiver Rehbock attackierte im Tiroler Zillertal (Bezirk Schwaz) einen sechsjährigen Buben, der am Sonntag vor seinem Elternhaus Sand spielte. Der Rehbock, der aus einem nahe gelegenen Privatgehege ausgebrochen war, fügte dem Buben mit seinem Geweih Verletzungen an beiden Oberschenkeln zu. Der durch die Schreie des Sohnes herbeigeeilte Vater vertrieb das Tier und alarmierte die Rettung, die das verletzte Kind ins Krankenhaus Schwaz einlieferte.

Angriff auf Jogger

Erst letzten Monat wurde ein Jogger mit seinem Hund bei einem Waldlauf in Oberösterreich von einem Rehbock angegriffen. Trotzdem sind Angriffe von Rehen auf Menschen selten, denn die frei lebenden Tiere gelten als sehr scheu. Lediglich während der Brunftzeit zwischen Juli und Mitte August sind die Böcke aggressiv, da sie ihr Revier gegenüber Rivalen verteidigen. Aber auch während der Brunft meiden sie menschliche Nähe. Zu Unfällen kommt es meist durch aufgezogene, zahme Böcke, die keine Angst vor Menschen haben, sie als Gleichgesinnte erkennen und somit als mögliche Widersacher identifizieren. (APA, die/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.7.2004)

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