Spanien: Zapatero beendet "Eiszeit" mit Basken

28. Juli 2004, 11:11
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Spanischer Premier empfängt Ibarretxe

Madrid - Die politische "Eiszeit" zwischen der spanischen Zentralregierung und der Regierung des Baskenlandes ist nach drei Jahren beendet worden. Der neue Ministerpräsident Jose Luis Rodríguez Zapatero empfing am Montag den baskischen Regierungschef Juan Jose Ibarretxe in seinem Amtssitz in Madrid zu einem dreistündigen Gespräch. Ibarretxe erklärte nach dem Treffen, er sei zu einem Dialog bereit, um die Spannungen zwischen Madrid und den im Baskenland regierenden Nationalisten abzubauen.

Unter der konservativen Regierung von Jose Maria Aznar hatte es seit 2001 kein solches Treffen mehr gegeben. Auslöser waren die zunehmenden Unabhängigkeitsbestrebungen Ibarretxes gewesen. Dieser hatte einen Plan vorgelegt, der eine weitgehende Loslösung der autonomen Region von Spanien vorsieht. Zwar lehnt auch Zapateros sozialistische Regierung das Vorhaben strikt ab, sie setzt aber auf Dialog, um eine Lösung zu finden. (APA)

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