Schlammschlacht bei EM.TV

30. Juli 2004, 14:41
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Früherer Aufsichtsrats-Chef will klagen - Becker will unter anderem wegen Ehrenverletzung vor Gericht gehen

Die Auseinandersetzung zwischen ehemaligen und aktuellen Führungskräften der Medienfirma EM.TV weitet sich aus. Der frühere Aufsichtsrats-Vorsitzende Nickolaus Becker erklärte am Montag in München, er wolle unter anderem wegen Ehrverletzung gerichtlich gegen den EM.TV-Vorstandsvorsitzenden Werner Klatten und Aufsichtsrats-Chef Bernd Thiemann vorgehen. EM.TV hat seinen früheren Vorständen und Aufsichtsräten ein Ultimatum für die Zahlung von Schadenersatz gesetzt.

EM.TV macht im Zusammenhang mit dem verlustreichen Einstieg in die Formel 1 im Frühjahr 2000 einen Schaden von mehr als 136 Mio. Euro geltend. Falls die frühere Führung sich nicht bis zum 13. August verpflichtet, für diesen einzustehen, soll Klage erhoben werden. Die Drohung richtet sich auch unter anderem gegen EM.TV-Gründer Thomas Haffa und seinen Bruder Florian, der Finanzvorstand war.

Der damalige Vorstand und der Aufsichtsrat hätten sich keinerlei Fehlverhalten vorzuwerfen, entgegnete Becker. Der jetzige EM.TV- Vorstand wolle sich offenbar Versicherungsleistungen erschleichen. Die "offensichtlich von vorneherein aussichtslose Klage" koste EM.TV mehrere Mio. Euro. "Hierfür werden sich die Organe von EM.TV AG gegenüber ihren Aktionären rechtfertigen müssen und Schadenersatz zu leisten haben." (APA/dpa)

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