Marokko verlor Spuren 400 mutmaßlicher Extremisten

27. Juli 2004, 10:45
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Von El Kaida in Afghanistan, Bosnien oder Tschetschenien ausgebildet

Madrid - Die marokkanischen Behörden haben einem Zeitungsbericht zufolge Spanien gewarnt, dass sie die Spuren von 400 mutmaßlichen Extremisten verloren haben. Die Marokkaner sollen in Lagern der Terror-Organisation AlKaida in Afghanistan, Bosnien oder Tschetschenien ausgebildet worden sein. Marokko habe die Warnung im Verlauf dieses Monats an den spanischen Richter Baltasar Garzon während eines Treffens in Rabat weitergereicht, berichtete die spanische Tageszeitung "El Pais" am Sonntag unter Berufung auf eine bei dem Treffen anwesende Person.

Die Behörden hätten Garzon gesagt, sie wüssten von insgesamt 600 Marokkanern, die in Al-Kaida-Lagern ausgebildet worden seien, allerdings seien ihnen nur von 200 die Aufenthaltsorte bekannt.

Beide Länder arbeiten seit den Anschlägen auf Vorortzüge in Madrid am 11. März, bei denen 191 Menschen starben und 1.900 verletzt wurden, in Sicherheitsfragen eng zusammen. Die spanischen Behörden machen Moslem-Extremisten mit Verbindungen zur Al-Kaida für die Attentate verantwortlich. Ein spanischer Richter hat 24 Personen wegen Beteiligung an den Anschlägen angeklagt, die meisten davon stammen aus Marokko. (APA/Reuters)

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El Pais

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