Mordanschlag mit Gift auf Berliner Arzt

27. Juli 2004, 10:11
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Kardiologe tagelang in Lebensgefahr - Mineralwasser vergiftet - Motiv möglicherweise Konkurrenz unter Forschern

Berlin - Auf einen Arzt der Berliner Charite ist möglicherweise aus Konkurrenz unter Forschern ein Mordanschlag verübt worden. Die Mineralwasserflasche des Mediziners sei am 5. März in einem Labor im Biomedizinischen Forschungszentrum mit einer hochgiftigen Substanz versetzt worden, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Frank Thiel, am Sonntag. Er bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus". Der 36-jährige Kardiologe habe einen Kreislaufkollaps erlitten und befand sich tagelang in Lebensgefahr.

"Wir ermitteln wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung", sagte Thiel. Die Mordkommission suche seit Monaten nach Verdächtigen "im Kreis der Forschungseinrichtung". Die Klinikleitung habe das Verbrechen geheim gehalten, um Mitarbeiter und Öffentlichkeit nicht zu beunruhigen. (APA/dpa)

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