Frankreich: Schwieriger Kampf gegen Waldbrände

26. Juli 2004, 06:57
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Bereits mehr als 2.500 Hektar zerstört - Rund 50 Einsatzkräfte verletzt - Autobahn gesperrt

Marseille - In der Umgebung der südfranzösischen Hafenstadt Marseille haben Waldbrände bereits mehr als 2.500 Hektar Land zerstört. Etwa 1.600 Feuerwehrleute kämpften am Wochenende gegen die Flammen. Zwar war zumindest eines der Feuer am Sonntag unter Kontrolle, doch befürchteten die Einsatzkräfte, dass starker Wind die Brände erneut anfacht. Die Löscharbeiten gerieten dadurch zu einem Wettlauf gegen die Zeit.

In der Nacht auf Sonntag trafen zur Verstärkung weitere Feuerwehrleute aus anderen Landesteilen im Departement Bouches-du-Rhone ein. Der Einsatz konzentrierte sich auf einen Brand in der Umgebung von Velaux, am Rande der Autobahn A7. Diese musste wegen des Feuers vorübergehend gesperrt werden, wurde aber am Sonntag zwischen Coudoux und Rognac wieder freigegeben.

Sorge wegen Mistral

Nach Angaben der Einsatzleitung breiteten sich die Flammen mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Kilometern pro Stunde aus. Sorge bereitete den Feuerwehrleuten der Mistral. Meteorologen sagten Böen mit Windgeschwindigkeiten von 50 bis 70 Kilometern pro Stunde voraus.

In der Nacht wurden vorsorglich rund 2.000 Einwohner der Ortschaft Pinchinades a Vitrolle evakuiert. Eine akute Bedrohung sei aber abgewendet worden, sagte Bürgermeister Guy Obino.

Den Brand, der am Samstag auf der Gemarkung von Rove, nordwestlich von Marseille, ausgebrochen war, hatte die Feuerwehr am Sonntag unter Kontrolle. Rund 50 Feuerwehrleute wurden während ihres Einsatzes leicht verletzt, ein Feuerwehrmann erlitt am Samstagabend schwere Verbrennungen und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus nach Marseille gebracht. (APA/AP)

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    Dichter Rauch bei Marseille

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