Krankenkassen wollen Beitragserhöhung

27. Juli 2004, 10:34
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Verschiebung der Beitragserhöhung für Pensionisten um 0,5 Prozent um ein Jahr würde 120 Millionen Euro kosten

Wien - Die Krankenkassen wehren sich gegen einen Einnahmenverlust, der durch die geplante Verschiebung der Beitragserhöhung für Pensionisten zu erwarten ist. Ursprünglich war vorgesehen, die Krankenversicherungsbeiträge für die Pensionisten ebenso wie Anfang 2004 auch mit Beginn des kommenden Jahres wieder um 0,5 Prozent anzuheben. In den Regierungsplänen zur Harmonisierung der Pensionssysteme ist nun aber festgehalten, dass diese zweite Etappe der Erhöhung um ein Jahr auf 2006 verschoben werden soll.

Die Krankenkassen befürchten nun, dass sie dadurch Einnahmen in der Höhe von 120 Millionen Euro verlieren. Das würde das für das kommende Jahr prognostizierte Minus von rund 500 Mill. Euro weiter erhöhen.

Alarm

Der Sprecher der Geschäftsführung im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Josef Kandlhofer, schlägt deshalb nun im ORF-Radio Alarm: "Wir werden - und haben es auch schon getan - der Politik sagen müssen, dass die Krankenversicherung auf diese Beiträge nicht verzichten kann." Die geplanten zusätzlichen Gelder aus der Tabaksteuer seien jedenfalls nicht ausreichend.

Anfang des heurigen Jahres hatte die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge für große Aufregung gesorgt, weil für viele Pensionisten dadurch die Netto-Pensionen geringer ausgefallen sind. (APA)

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