13 Tote bei Gefechten nahe Bakuba

26. Juli 2004, 15:07
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Iraker wehren sich gegen Razzia von US-Soldaten - Gewaltserie in der Nacht auf Sonntag

Bakuba/Bagdad - Im Irak haben sich Bewohner einer Siedlung bei Bakuba und US-Besatzungssoldaten am Sonntag ein Feuergefecht geliefert. Die Soldaten hätten mit Unterstützung der irakischen Nationalgarden in der 60 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Siedlung mehrere Häuser durchsucht und seien dabei auf den Widerstand von Bewohnern gestoßen, berichteten Augenzeugen.

Laut US-Armee 13 Menschen getötet

Bei den Kämpfen haben irakische Sicherheitskräfte am Sonntag nach Angaben des US-Militärs 13 mutmaßliche Aufständische getötet.

US-Soldat durch Sprengsatz getötet

Bei der Explosion eines am Straßenrand gelegten Sprengsatzes im Nordirak ist ein US-Soldat getötet worden. Wie die US-Streitkräfte am Sonntag mitteilten, wurde ein weiterer Soldat verletzt, als die Bombe am Samstag in der Nähe von Beiji detonierte, rund 150 Kilometer südlich von Mossul. Die Soldaten begleiteten einen Treibstoff-Konvoi.

Serie von Gewalt in der Nacht auf Sonntag

Eine Serie von Gewalttaten hat in der Nacht auf Sonntag in der nordirakischen Stadt Kirkuk mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. Wie die Polizei mitteilte, eröffneten Bewaffnete das Feuer auf das Haus einer kurdischen Familie in einem hauptsächlich von Arabern bewohnten Viertel im Süden der Stadt. Eine Frau und zwei ihrer Söhne wurden getötet, eine Tochter verletzt. An anderer Stelle wurde ein Polizist aus einem vorbeifahrenden Wagen heraus erschossen. Bei dem fünften Opfer handelte es sich um einen Milizionär der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) von Jalal Talabani. Er wurde am Samstagabend auf dem Heimweg erschossen.

Vermutlich koordinierte Anschläge

Polizeisprecher Sarhad Kadir erklärte, die Anschläge seien vermutlich koordiniert worden von einer "Bande von Kriminellen, die mit dem alten Regime zu tun haben". Deren Ziel sei, Spannungen zwischen Arabern und Kurden zu schüren. Die ethnischen Spannungen in der Vielvölkerstadt Kirkuk haben sich kontinuierlich verschärft. Im März war der höchste Vertreter der arabischen Minderheit ermordet worden. Die mit den USA verbündeten rivalisierenden Kurdenparteien KDP (Demokratische Partei Kurdistans) von Massud Barzani und PUK (Patriotische Union Kurdistans) von Jalal Talabani fordern, dass die Araber, die unter dem gestürzten Regime von Saddam Hussein in Kirkuk angesiedelt wurden, die Stadt verlassen müssen. Die Stadt wird von den Kurdenparteien als Teil des Kurdengebietes angesehen. (Reuters/APA/dpa)

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