Schumacher steht auf Pole Position

25. Juli 2004, 19:23
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61. Bestzeit im Quali­fying beim Heim-GP in Hocken­heim - Montoya und Raikkönen folgen auf den Plätzen - Klien hinter Webber Zwölfter

Hockenheim - Jetzt führt Michael Schumacher die Formel-1-Konkurrenz auch im Training wieder vor. Fast zwei Monate nach dem Nürburgring holte sich der zehnfache Ferrari-Saisonsieger am Samstag in Hockenheim und damit erneut bei einem Heimrennen in Deutschland wieder die Pole für das Rennen am Sonntag (14:00 MESZ). Und zwar deutlich (-0,362 Sek.) vor Juan Pablo Montoya im Williams-BMW. Die McLaren-Mercedes unterstrichen mit den Plätzen drei (Kimi Räikkönen) und vier (David Coulthard) ihren Aufwärtstrend.

Schumacher wieder Topfavorit

Schumacher hat zwar inklusive seines "Doubles" Ende Mai auf dem Nürburgring alle fünf Rennen gewonnen, die Poles hatten sich aber Bruder Ralf (Kanada), Teamkollege Rubens Barrichello (Indianapolis), Fernando Alonso (Magny Cours) und Räikkönen (Silverstone) geholt. Nach der Pole in Hockenheim, der bereits 61. (nur noch vier fehlen auf Ayrton Senna) von Schumacher, spricht nun alles dafür, dass der Formel-1-Superstar am Sonntag seinen Rekord an Saisonsiegen (11) einstellt und sich Ferrari vorzeitig zum sechsten Mal in Folge den Konstrukteurstitel holt.

"Ich war schon etwas überrascht, dass letztlich die Zeit so gut war", lachte sich Schumacher nach seiner trotz Grippe herausgefahrenen Bestzeit ins Fäustchen. Dass ihm ausgerechnet wieder bei einem Heimrennen die Pole gelungen war, bezeichnete Schumacher als "Zufall" und hielt sich mit Jubelgesten zurück. "Das ist alles sehr vielversprechend. Ich hoffe, wir können die Strategie wieder so anlegen, dass wir im Rennen gute Karten haben." Verfolger Coulthard weiß bereits, wie es laufen wird. "Michael ist sicher leichter als wir und wird von Anfang an schnell davonfahren", ist der Schotte überzeugt.

Klien mit kleinem Schnitzer

Der Österreicher Christian Klien profitierte ein wenig vom Pech des Briten Jenson Butto (BAR-Honda), der an sich Drittschnellster war, wegen des Motorschadens am Freitag aber um zehn Plätze zurückgereiht wurde. Der Vorarlberger geht als Zwölfter aus der sechsten Reihe ins Rennen und war nur zwei Zehntel langsamer als Jaguar-Teamkollege Mark Webber.

"Ich hatte in der zweiten Kurve einen leichten Schnitzer, da ist wegen der Bodenwellen beim Anbremsen das Heck gekommen. Mit dem Rest war ich ganz zufrieden", sagte Klien. Sonntag soll es trocken bleiben, also hofft der Hohenemser: "Das Auto war bisher ganz gut und wir sollten sehr gut sortiert sein. Aber das Rennen wird schwierig." (APA)

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