Rasanter Anstieg bei Euroblüten

25. Juli 2004, 20:06
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Die Gefahr, in Österreich Falschgeld in die Hände zu bekommen, ist rasant gestiegen

Wien - Die Gefahr, in Österreich Falschgeld in die Hände zu bekommen, ist im ersten Halbjahr 2004 rasant gestiegen. Mehr als 5000 Euroblüten wurden aus dem Verkehr gezogen, um 73 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In ganz Europa ist die Zahl der Eigenbauscheine dagegen leicht auf 307.223 Stück zurückgegangen.

Besonders betroffen ist die Bundeshauptstadt

Exakt 5673 Fälschungen im Nominalwert von über 573.000 Euro wurden in den ersten sechs Monaten in heimischen Geschäften ausgegeben, berichtet die österreichische Nationalbank. Besonders betroffen ist die Bundeshauptstadt: 40 Prozent der Falsifikate fanden in Wien den Weg in die Kassen und Brieftaschen. Vorsicht ist bei den 50-Euro-Scheinen geboten, machen sie doch über 41 Prozent der Fälschungen aus.

Beim heimischen Bundeskriminalamt (BK) sieht man die Situation noch nicht als dramatisch an und verweist auf das im Vergleich zur Bevölkerungszahl immer noch unterdurchschnittliche Falschgeldaufkommen. Die sprunghafte Steigerung sei eine Angleichung an den gesamteuropäischen Schnitt, meint BK-Sprecher Gerald Hesztera.

Produziert werden die Scheine großteils in Südosteuropa, ins Land gebracht werden sie sowohl im "Ameisenverkehr" als auch von Gutgläubigen, die die Scheine im Ausland bekommen haben. Besonders mit den bulgarischen Ermittlern wird eng zusammengearbeitet. In den vergangenen Monaten konnten allein in diesem Staat zehn Fälscherwerkstätten ausgehoben werden. (moe, DER STANDARD Printausgabe 24/25.7.2004)

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