eTel Austria will in Eisenstadt weiterwachsen

31. Juli 2004, 17:11
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WiBAG überlegt Erweiterung von Technologiezentren

Das Telekommunikationsunternehmen eTel Austria, Tochter der irischen eTel Group, will am Standort Eisenstadt kontinuierlich weiter wachsen, erklärte Vorstand Achim Kaspar am Freitag bei einem Pressegespräch in Eisenstadt. eTel Austria erziele mit rund 150 Mitarbeitern, davon rund 100 in Eisenstadt, einen Umsatz von etwa 71 Millionen Euro und erwirtschaftete zuletzt ein positives Ergebnis von 3,4 Millionen Euro, so Kaspar.

Ausblick

In der Branche zeichne sich eine Erholung ab: "Wir sind mitten in einem Konsolidierungsprozess in Österreich, aber auch europaweit." Im Hinblick auf neue Technologien - im Herbst würden neue Richtfunklizenzen versteigert - werde man versuchen, nach einem möglichst kaufmännisch durchdachten, sparsamen Ansatz mitzuagieren, so der Vorstand. Allein in den letzten Monaten seien in Eisenstadt rund 15 neue Mitarbeiter eingestellt worden, das sei "ein solider Ausbau unserer Mitarbeiterzahl".

Ausrichtung

eTel ist mit Schwesterfirmen in der Slowakei, Tschechien, Ungarn und in Polen tätig. Das Unternehmen versorge rund 120.000 Kunden mit eigener Infrastruktur und eigenen Produkten der klassische Sprachtelefonie, Daten und Internet, so Kaspar. 2003 habe man eigenen europäischen Glasfaserring aquiriert, der die Länder miteinander verbindet. Der Standort im Technologiezentrum in Eisenstadt fungiere als Kernkompetenzzentrum, Bereiche wie die Netzwerkplanung und -entwicklung würden von Eisenstadt aus geleitet. Obwohl eTel auf Geschäftskunden fokussiert sei, habe man auch rund 80.000 Privatkunden, die ungefähr 16 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten.

Pläne

Eine Übernahme durch Mitbewerber wolle er in Zukunft nicht ausschließen, aktuell sei nichts geplant, so Kaspar auf eine Journalistenfrage: "Es könnte aber durchaus sein, dass eTel einmal in zwei bis drei Jahren irgendwie Teil einer großen Europa-Lösung sein wird." Der Standort Eisenstadt sei aus seiner Sicht, auch wenn so eine Fusion kommen sollte, nicht gefährdet, meinte der Vorstand.

eTel sei "ein hervorragendes Beispiel einer gelungenen Betriebsansiedlung", erklärte WiBAG-Vorstand Peter Schmitl: "Mit Betrieben wie eTel gelingt langsam aber sicher der Strukturwandel - weg von den billigen Arbeitsplätzen, weg von der verlängerten Werkbank zu hochwertiger Dienstleistung."

Ausgelastet

Das Technologiezentrum Eisenstadt verfüge derzeit über rund 30.000 Quadratmeter vermietbarer Fläche. Die Auslastung liege bei rund 90 Prozent: "Wir überlegen schon, das eine oder andere Technologiezentrum zu erweitern", so Schmitl. Man habe auch die finanziellen Ressourcen, um von derzeit 50.000 Quadratmetern Gesamtfläche im Burgenland auf etwa 60.000 bis Ende 2006 zu vergrößern. (APA)

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