Weiterhin Verluste bei Gateway

30. Juli 2004, 11:33
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Verkaufszahlen erreichen allerdings Höhepunkt

Der US-Computerhersteller Gateway muss auch im 2. Quartal Verluste hinnehmen. Wie das Unternehmen gestern, Donnerstagabend, nach Börsenschluss mitteilte, beläuft sich der Nettoverlust auf 339 Mio. Dollar. Das bedeutet einen Verlust von 91 Cent pro Aktie. Im selben Quartal des Vorjahres betrugen die Defizite 73 Mio. Dollar. Ein großer Teil dieser Verluste, 289 Mio. Dollar, entstand durch Ausgaben für Sanierung, Umstrukturierung und Zusammenschlüsse. Positiv hingegen entwickelten sich die Verkaufszahlen. 795.000 PCs wurden insgesamt verkauft. Mit diesem Anstieg um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wurde ein neuer Höchstwert seit elf Quartalen erreicht. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich die Fusion mit dem vormaligen Konkurrenten eMachines.

Der Umsatz des zweiten Quartals beläuft sich auf 838 Mio. Dollar, 30 Mio. Dollar weniger als im ersten Quartal dieses Jahres. Die Erwartungen des Unternehmens auf einen Umsatz bis zu 880 Mio. Dollar wurden deutlich unterschritten. Für das dritte Quartal erwartet Gateway einen Umsatz zwischen 900 und 950 Mio. Dollar. Sanierungs- und Umstrukturierungskosten sollen nur mehr 40 bis 60 Mio. Dollar betragen. Der PC-Hersteller hofft vor allem auf eine Erweiterung des internationalen Marktes.

Wayne Inouye, Präsident und CEO von Gateway, erwartet, dass die Verkaufszahlen auch in den nächsten Quartalen kräftig ansteigen. Die große Handelskette Best Buy soll ab dem dritten Quartal unter anderem den Verkauf von Gateway-Notebooks fördern. Gespräche mit anderen Großhändlern finden ebenfalls statt. "Wir freuen uns über die starke Nachfrage nach unseren Produkten und sind so sicher auf dem richtigen Weg Gateway 2005 wieder rentabel zu machen", meinte Inouye. (pte)

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