ÖGB: Nur Gerechigkeit kann Mut machen

24. Juli 2004, 22:33
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Gewerkschafts­bund und Grüne kritisieren Gehrers Aussagen - Öllinger: "Durchhalte­parolen" zeigen Konzept­losigkeit bei Harmonisierung

Wien - "Nur ein gerechtes Pensionssystem kann Menschen Mut machen", kommentierte ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits die am Freitag getätigten Aussagen von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer zur Pensionsharmonisierung. Diese hatte an die Sozialpartner appelliert den Menschen nicht Angst, sondern Mut zu machen. Csörgits kritisierte weiters, dass es noch immer keine Schwerarbeiterregelung gebe. Auch der stellvertretende Klubobmann der Grünen Karl Öllinger schloss sich der Kritik an.

Aufgewertete Kindererziehungszeiten sind "völlig unzureichend"

Als "völlig unzureichend" bezeichnete Csörgits die im Modell aufgewerteten Kindererziehungszeiten. "Sie kann Frauen keine eigenständige Altersversicherung garantieren", so die ÖGB-Vizepräsidentin weiter. Außerdem kritisierte sie den fehlenden Pensionskorridor für Frauen, wodurch die Regierung "den vorzeitigen Pensionsantritt für Frauen durch die Hintertür abschaffen" wolle.

Grüne: "Durchhalteparolen Gehrers" zeigen Konzeptlosigkeit bei Harmonisierung

Öllinger sieht in den "Durchhalteparolen Gehrers" einen Beweis für die Konzeptlosigkeit bei der Harmonisierung und kritisiert in einer Aussendung am Freitag das Fehlen jeglicher Unterlagen zur Finanzierung des Pensionsmodells. (APA)

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