Deutsche Telekom weist Kritik an Vivento zurück

31. Juli 2004, 17:11
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"Haben keine Ost-Beamten"

Die Deutsche Telekom hat die Kritik am Einsatz von westdeutschen Beamten als Berater für das Arbeitslosengeld II im Osten zurückgewiesen. Die deutsche Bundesagentur für Arbeit habe in ihrem Amtshilfe-Ersuchen bei der Telekom-Auffanggesellschaft Vivento ausdrücklich 3.000 Beamte angefordert, da es bei der Beratung um sensible und private Daten gehe, sagte ein Telekom-Sprecher am Freitag. "Bei der Vivento in Ostdeutschland haben wir aber keine Beamten." Daher seien West-Beamte entsandt worden.

Die Prämie von 5.000 Euro sei in diesem Zusammenhang als "Schnell- Entscheidungsprämie" und nicht etwa als "Buschzulage" angeboten worden, sagte der Sprecher. Denn die betroffenen Beamten hätten sich innerhalb von 14 Tagen entscheiden müssen, für ein Jahr nach Ostdeutschland zu gehen. Dies sei ein "wohnortferner Einsatz", der grundsätzlich mit der Zahlung einer solchen Prämie verbunden sei - auch beim Einsatz in "wohnortfernen" Gebieten der alten Länder. "Das ist eine Prämie, die bei Personaldienstleistern, die große Projekte beschicken, durchaus üblich ist", sagte der Telekom-Sprecher.

Dass Vivento keine Ost-Beamten habe, liege daran, dass die Deutsche Telekom seit 1990 nur noch sehr wenige Mitarbeiter ins Beamtenverhältnis übernommen habe und das Unternehmen 1995 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. (APA)

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