Ab heute in der Fernseh-Auslage

23. Juli 2004, 21:01
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FC Kärnten und SV Ried als Favoriten - alle 180 Spiele live im Premiere-Bild

Wien - Die Red Zac-Erste Liga, die heimische Fußball-Bühne der "jungen Wilden" mit dem Slogan "heute für morgen", befindet sich in allgemeiner Vorfreude auf die neue Saison. Denn ab Freitag steht sie unter besonderer "Beobachtung", quasi in der Auslage, werden doch alle 180 Spiele durch den neuen TV-Partner Premiere live in Konferenz-Schaltung übertragen. Für die Talente ist das sicherlich ein zusätzlicher Anreiz, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Ried und Kärten als heiße Tipps

Fragt man nach dem großen Titelfavoriten, dann erhält man immer wieder FC Kärnten und SV Ried als Antwort. Zum erweiterten Kreis der möglichen Aufsteiger zählen auch noch Austria Lustenau und SV Kapfenberg, die 2003/04 hinter dem sensationellen Aufsteiger Wacker Tirol die Plätze zwei bzw. drei belegten. Die Klagenfurter haben die sofortigen Wiederaufstieg ins Oberhaus im Visier, die Innviertler wollen dank des Kooperationspartners Austria Magna ebenfalls wieder erstklassig mitspielen.

"Wir rechnen nicht, dass die T-Mobile-Bundesliga aufgestockt wird, trotzdem ist unser Ziel der Wiederaufstieg - wenngleich SV Ried Favorit ist", sagen FCK-Präsident Jörg Haider und Trainer Peter Pacult unisono. Der Wiener erinnert an die vergangene Erstliga-Saison. "Absteiger Ried hat keine Rolle gespielt, wurde nur Fünfter, während Wacker Tirol durchmarschiert ist", so Pacult, der um die gebliebenen Hieblinger, Hota, Kabat und Bubalo mit Strafner (Sturm Graz) noch einen vierten Routinier geholt hat. Das Unternehmen Wiederaufstieg beginnt mit dem Gastspiel in Leoben.

Ried mit Trainer Hochhauser

Dank der finanziellen Unterstützung von Austria-Mäzen Frank Stronach und der sportlichen Hilfe der Violetten haben die Rieder aufgerüstet. Heinz Hochhauser löste Andrzej Lesiak als Coach ab, mit Berchtold (SW Bregenz), Brenner (SV Salzburg) und den Austria-Amateuren A. Schicker und Akaslan sind vier Mann dabei, die schon T-Mobile-Ligaluft geatmet haben. "Man erwartet von uns den Titel und ich denke, das sollte uns mit diesem Kader auch gelingen", gibt sich SVR-Kapitän Thomas Nentwich selbstbewusst.

Gleich zum Auftakt wartet für die Rieder eine Nagelprobe, wenn vor eigenem Publikum Austria Lustenau Gegner ist. Ländle-Trainer Andreas Heraf, der Ried und Kärnten favorisiert, möchte dem Duo Paroli bieten. Er hätte natürlich nichts dageben, wenn seine Truppe am Ende lachender Dritter ist. Heraf hat seinen jungen Kader mit dem Slowaken Koziak (SV Mattersburg) und Torjäger Hobel (Untersiebenbrunn) gezielt verstärkt.

Kapfenberg gegen Gratkorn

Und die Kapfenberger, die in der ersten Runde auswärts gegen Aufsteiger FC Gratkorn (mit Wetl/Sturm Graz) ein Steiermark-Derby bestreiten, haben gleich drei "Oberhäusler" (Hopfer/Mattersburg, Konrad/Bregenz und Zechner/Sturm) engagiert. KSV-Präsident Erwin Fuchs glaubt aber, dass diejenigen Vereine ein gewichtiges Wort im Titelkampf mitreden würden, die die besten jungen Spieler besäßen.

Heinz Thonhofer, Trainer des ebenfalls mit der Austria kooperierenden DSV Leoben, wäre froh, den Anschluss am oberen Drittel der Tabelle zu Saisonbeginn nicht zu versäumen. Traditionsverein LASK hat für den Wiederaufstieg ein Drei-Jahres-Konzept ausgearbeitet und peilt laut Sportdirektor Klaus Lindenberger diesmal den fünften Rang an. Erster Kontrahent ist in der Fremde mit SCR Altach der zweite Neuling. In Untersiebenbrunn, wohin der Austrianer Panis übersiedelt ist, wird nach dem Ausverkauf an Spielern von Trainer Ernst Baumister und Co. nur vom Klassenerhalt gesprochen.

Das gilt auch für die zwei Aufsteiger. Zu einem ungewöhnlichen Bruder-Kampf kommt es zwischen den Schnellrieders. Oliver ("Mit Fans im Rücken werden für manche Überraschung sorgen") spielt in Altach, der ältere Markus ("so viele Punkte wie möglich sammeln und guten Fußball spielen") trainiert als Nachfolger von Werner Schwarz SV Wörgl. Durch die Aufstockung auf eine Zwölferliga ab 2005/06 bliebt es dem Vorletzten erspart, Relegation zu spielen. In den Keller muss nur der Letzte.(APA)

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