Schumacher trotzt der Hitze

25. Juli 2004, 19:23
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Deutscher mit Grippe auf Platz eins im Frei­tags-Training - Christian Klien auf den Rängen 15. und 20.: "Vorgekommen wie in Malaysia"

Hockenheim - Trotz einer Grippe hat Michael Schumacher in der "Sauna" Hockenheim seine Kontrahenten zum Auftakt des Formel-1-Grand-Prix von Deutschland gehörig ins Schwitzen gebracht. Der sechsfache Weltmeister aus Deutschland fuhr im Freitagstraining bei 35 Grad im Schatten und hoher Luftfeuchtigkeit Bestzeit. Den jüngsten Aufwärtstrend bei McLaren-Mercedes bestätigte Kimi Räikkönen. Der Finne, der am kommenden Samstag seine Freundin Jenny Dahlmanns heiratet, war vor dem Kolumbianer Juan Pablo Montoya (Williams-BMW) Zweitschnellster.

Plätze 15. und 20. für Klien

Der Österreicher Christian Klien belegte am Freitag die Plätze 15 und 20 und hatte so wie der Rest des Feldes mit der extremen Hitze (Lufttemperatur 35 Grad, Asphalttemperatur 54 Grad) zu kämpfen. "Das war heute wirklich eine sehr heiße Angelegenheit - ich bin mir vorgekommen wie in Malaysia", stöhnte der Vorarlberger, der sich in der Vormittagssession an den Curbs den Kanal für die Bremsbelüftung an der Vorderachse beschädigte.

Dieser Zwischenfall beeinträchtigte jedoch das Programm des Rookies nicht wirklich. Am Vormittag drehte Klien nur neun Runden, am Nachmittag absolvierte der Österreicher aber dann zwei "Longruns" über jeweils zwölf Runden in Rennabstimmung.

Schumacher hat den nächsten Sieg im Visier

"Die Hitze zum einen und meine Erkältung zum anderen passen nicht unbedingt zusammen. Aber bis zum Rennsonntag bin ich wieder fit", meinte der verschnupfte Ferrari-Star Schumacher. Der 35-Jährige untermauerte mit seiner Bestzeit eindrucksvoll seine Vormachtstellung und die Ansprüche auf den elften Saisonsieg und dritten Triumph beim Heimrennen am Sonntag (Start: 14:00 Uhr). Die trotz der Hitze gut funktionierenden Bridgestone-Reifen und der neue Shell-Sprit steigerten die Zuversicht des Dominators.

Im Silberpfeil-Lager kommt wieder Hoffnung auf: Der neue MP 4-19B erweist sich immer mehr als Volltreffer. "Das war ein guter Auftakt. Kimi war schnell und konstant", lobte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug Räikkönen. Zufrieden war auch BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Das war eine gutes Freitagstraining", kommentierte er die Plätze 3 und 5 durch Montoya und Antonio Pizzonia. "Antonio ist auf Anhieb mit dem Auto gut zurecht gekommen und hat einen guten Job gemacht." Der Brasilianer ersetzt Ralf Schumacher, der sich bei seinem schweren Unfall in Indianapolis zwei Brustwirbel gebrochen hatte.(APA/dpa/SIZ)

Freitag-Ergebnisse vom Freien Training für den Formel 1-GP von Deutschland auf dem Hockenheimring

1. Training:

1. Michael Schumacher (GER) Ferrari 1:15,001 - 2. Kimi Räikkönen (FIN) McLaren-Mercedes 1:15,045 - 3. Juan Pablo Montoya (COL) Williams-BMW 1:15,167 - 4. Jenson Button (GBR) BAR-Honda 1:15,379 - 5. Antonio Pizzonia (BRA) Williams-BMW 1:15,470 - 6. Anthony Davidson (GBR) BAR-Honda 1:15,576 Minuten - weiters: 15. Christian Klien (AUT) Jaguar-Cosworth 1:16,854

2. Training:

1. Anthony Davidson (GBR) BAR-Honda 1:15,756 Minuten - 2. Michael Schumacher (GER) Ferrari 1:15,864 - 3. Kimi Räikkönen (FIN) McLaren-Mercedes 1:16,318 - 4. Ricardo Zonta (BRA) Toyota 1:16,340 - 5. Giancarlo Fisichella (ITA) Sauber-Petronas 1:16,451 - 6. Olivier Panis (FRA) Toyota 1:16,484 - weiters: 20. Christian Klien (AUT) Jaguar-Cosworth 1:18,810

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