Pakistanischer Präsident führt erste bilaterale Gespräche mit Indien

24. Juli 2004, 18:36
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Musharraf will höhere Intensität in der Friedensinitiative mit Indien erzielen

Islamabad - Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hat seine ersten bilateralen Gespräche mit der neuen indischen Regierung am Freitag aufgenommen. Musharraf traf mit dem indischen Außenminister Natwar Singh in Islamabad zusammen, wie die britische Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Der Gesprächsgegenstand war nicht unmittelbar bekannt.

Musharraf, der eine Friedenspolitik gegenüber dem Nachbarland Indien verfolgt, habe mit dem formalen Dialog wieder die Hoffnung auf eine Einigung im seit Jahrzehnten andauernden Konflikt um die Kaschmir-Region genährt. Die Verhandlungsintensität hatte, seitdem die Kongress Partei in den Mai-Wahlen die Bharatiya Janata Partei (BJP) besiegte, abgenommen. Insgesamt kommen die Gespräche aber nur langsam voran.

Pakistan und Indien führten insgesamt drei Kriege, darunter zwei um Kaschmir, das beide Länder für sich beanspruchen. Ein vierter Konflikt wäre beinahe im Jahr 2002 ausgebrochen, nachdem aus Pakistan heraus operierende Kämpfer das indische Parlament angriffen. Insgesamt starben Zehntausende Menschen seit Beginn der Rebellion militanter Muslime vor 15 Jahren im indischen Teil Kaschmirs. (APA/Reuters)

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