Mannesmann-Urteil - Staatsanwaltschaft legt Revision ein

31. Juli 2004, 17:10
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Freisprüche werden nicht hingenommen

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf will die Freisprüche im Mannesmann-Prozess nicht hinnehmen und legt deshalb Revision beim Bundesgerichtshof ein. Dies teilte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Ankläger hatten im Mannesmann-Prozess teils Haftstrafen ohne Bewährung gefordert.

Zwei Jahre Bewährung

Für Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann hatten sie auf eine zweijährige Bewährungsstrafe plädiert. Das Gericht hatte die sechs Angeklagten indes am Donnerstag freigesprochen. Sie hätten sich nicht der schweren Untreue oder der Beihilfe dazu schuldig gemacht. Es habe aber Verstöße gegen das Aktienrecht gegeben. An diesen habe sich auch Ackermann beteiligt.

Untreu

Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten vorgeworfen, die rund 180 Mrd. Euro schwere Übernahme von Mannesmann durch Vodafone vor vier Jahren dazu genutzt zu haben, Managern Millionen-Prämien und -Abfindungen zuzuschieben. Dies habe den Tatbestand der schweren Untreue oder der Beihilfe dazu erfüllt.(APA/Reuters)

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