Gebündelte Forschungskompetenzen am Grazer FH Joanneum

28. Juli 2004, 13:37
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Deutliche Positionierung angestrebt

Graz - Angewandte Forschung und Entwicklung hat neben praxisnaher Ausbildung an der steirischen FH Joanneum einen hohen Stellenwert. Nun geht man dort den Weg, die Forschungskompetenzen zu bündeln: Die in den so genannten Transferzentren der jeweiligen Studiengänge betriebene Forschung wird nun in fünf Bereiche - "Gesundheit und Gesellschaft", "Nachhaltiges Wirtschaften", "Mobilitätstechnik", "Industrie und internationaler Wettbewerb" sowie "Technologie für die Informationsgesellschaft" - zusammengefasst. Einen Überblick gibt die Broschüre "Forschungskompetenzen der FH Joanneum".

Im Bereich der Forschung und Entwicklung nimmt die FH Joanneum österreichweit den ersten Platz ein: Im Vorjahr konnte man hier einen Erlös von rund drei Mio. Euro verbuchen - und damit etwa so viel, wie alle anderen österreichischen FH zusammen erhalten. "Die FH Joanneum hat von Beginn an den Standpunkt vertreten, dass eine wissenschaftsgeleitete Hochschullehre nur in Kombination mit einer aktiven Forschungstätigkeit möglich ist. Heute ist sie Österreichs führende FH-Institution im Forschungsbereich", so Geschäftsführerin Anna Koubek im Gespräch.

Bestehende Transferzentren

"Um an großen europäischen F&E-Projekten teilnehmen zu können, müssen wir uns deutlich in unserer Forschungskompetenz positionieren. Ein Schritt dazu ist die Zusammenführung unserer Kompetenzen zu größeren Bereichen", so Koubek. Die Transferzentren blieben nach wie vor bestehen, weil sie vor allem für die KMU, die klar umrissene Probleme zu lösen hätten, wichtige und kompetente Ansprechpartner darstellen. Größere Forschungsprojekte, fordern allerdings komplexere Forschungsansätze und die Kooperation mehrerer Disziplinen, die über die fünf großen Kompetenzbereiche der FH Joanneum besser koordiniert werden sollen.

Im Bereich Fahrzeug- und Flugzeugtechnik ist die FH Joanneum beispielsweise bestens gerüstet: Großes Know-How hat man in der Berechnung, Simulation sowie Konstruktion in der Fahrzeugtechnik. Angeboten werden aber auch Verkehrsanalysen, Tests von Flugleistungen, der Entwurf von Luftfahrzeugen und die Entwicklung von Turbokomponenten für den Flugantrieb. Für den Bereich "Industrielle Innovation und Internationaler Wettbewerb" wird das Know-How der Studiengänge Industriewirtschaft, Infrastrukturwirtschaft und Produktionstechnik und Organisation gebündelt um u.a. Unternehmern Unterstützung beim Eintritt in neue Märkte zu bieten.

Das FH-Kompetenznetzwerk "Technologien für die Informationsgesellschaft" wiederum bietet im Bereich der Hard- und Software-Entwicklung ein Hardware-Design-Center in Kapfenberg, Unterstützung bei Fragen zu digitale Kurzstreckenfunksystemen, Expertenwissen für Embedded Systeme und Kompetenzen im Bereich der DSP-Technologie. (APA)

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