Unwetter über Österreich: Hühnereiergroße Hagelkörner im Burgenland

23. Juli 2004, 23:02
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Hagelschäden an Wein- und Getreidekulturen betroffen - Kärnten: sintflutartige Regenfälle - Muren verlegten Straßen

Eisenstadt - Unwetter in Vorarlberg, Kärnten und dem Mittelburgenland bereiteten zahlreiche Schäden für die Landwirtschaft.

Hühnereiergroße Hagelkörner im Burgenland

Bereits zum fünften Mal in dieser Saison gingen am Donnerstagnachmittag über Teilen des Burgenlandes schwere Gewitter nieder. Die Unwetter mit zum Teil hühnereiergroßen Hagelschloßen richteten diesmal vor allem im Raum Oberpullendorf zum Teil schwere Schäden bei Wein-, Getreide und Maiskulturen an.

Mehr als 250 Landwirtschaften waren laut Österreichischer Hagelversicherung betroffen. Nach ersten Erhebungen durch Sachverständige wurden rund 800 Hektar landwirtschaftlicher Flächen in Mitleidenschaft gezogen.

Erste Schätzungen beziffern das finanzielle Ausmaß der Schäden mit rund 800.000 Euro, so der Vorstandsvorsitzende der Hagelversicherung, Kurt Weinberger. Allein im Burgenland belaufen sich die Gesamtschäden durch Hagelgewitter in diesem Jahr bereits auf über zwei Millionen Euro. Betroffene Landwirte können ihre Schadensmeldung auch per Internet über die Homepage abgeben.

Kärnten: Sintflutartige Regenfälle - Muren verlegten Straßen

Das Kärntner Metnitztal im Bezirk St. Veit/Glan wurde am Donnerstagnachmittag neuerlich von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Erst vor vier Tagen hatten Unwetter in diesem Gebiet schwere Schäden angerichtet.

Etwa eineinhalb Stunden lang schüttete es zwischen Friesach und Metnitz. "Es war noch schlimmer als am Montagabend", sagte ein Feuerwehrmann nach einem ersten Lokalaugenschein. Die erst vor zwei Tagen von Bundesheerpionieren errichtete Behelfsbrücke in Zienitzen bei St. Salvator hielt den Wassermassen stand, allerdings blockierten Dutzende umgestürzte Bäume die Zufahrtsstraßen. Ein Bauer, der gerade auf dem Heimweg war, konnte deshalb weder vor und zurück und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er blieb aber unverletzt.

Metnitztal: Straßen bis zu 50 Zentimeter Wasser

Einige Straßen im Metnitztal standen bis zu 50 Zentimeter tief unter Wasser, mehrere Gemeindestraßen waren nach Murenabgängen unpassierbar. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Abendstunden.

Gewitterfront über Vorarlberg: Blitz schlug in Jausenstation ein

In der Früh begann es in Bregenz stark zu regnen. In Brand im Brandnertal (Bezirk Bludenz) hat in der Nacht der Blitz in die Jausenstation in der Nähe des Hotels "Zimba" eingeschlagen. Das Objekt brannte ab.

Bereits am Vortag schlug in Lustenau ein Blitz in ein Einfamilienhaus ein. Trümmer des Rauchfanges flogen 30 Meter weit weg.(APA)

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