Keine Beteiligung des Iraks an Anschlägen vom 11. September

23. Juli 2004, 09:31
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Laut Untersuchungskommission aber einige freundschaftliche Kontakte zwischen Bagdad und Al Kaida

Washington - Der Irak war an den Terrorangriffen vom 11. September nicht beteiligt. Zu diesem Schluss kommt die Untersuchungskommission zu den Anschlägen in den USA in ihrem am Donnerstag in vorgelegten Abschlussbericht. Zwar habe es einige "freundschaftliche Kontakte" zwischen der irakischen Regierung unter dem inzwischen gestürzten Präsidenten Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk Al Kaida gegeben. Diese hätten jedoch nie den Charakter einer Kollaboration angenommen.

Die Frage einer möglichen Beteiligung des Iraks an den Anschlägen vom 11. September hat in den USA zu heftigen Kontroversen geführt. Kritiker warfen Präsident George W. Bush vor, Kontakte zwischen Bagdad und Al Kaida übertrieben zu haben, um den Krieg gegen den Irak zu rechtfertigen.

Die Kommission des US-Kongresses stellt in ihrem Bericht auch fest, dass sie keine Beweise für eine vorherige Kenntnis des Irans von den Anschlägen gefunden habe. Auch gebe es keine Beweise für eine Verwicklung der saudiarabischen Regierung, auch wenn 15 Beteiligte an den Anschlägen aus Saudiarabien stammten. Die Kommissionsvorsitzenden Tom Kean und Lee Hamilton forderten die US-Regierung jedoch auf, eine mögliche Verbindung zwischen dem Iran und Al Kaida zu prüfen. (APA/AP)

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