Sieg für das "Wohlbefinden" der Wale

28. Juli 2004, 09:08
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Sprengharpunen sollen verboten werden - neue Jagdmethoden sollen eingeführt werden

Sorrent - Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat sich am Mittwochabend für die Einführung neuer Jagdmethoden ausgesprochen. Die Kommission folgte damit einem von vielen Tierschutzorganisationen unterstützten Antrag Neuseelands, in dem die bisher übliche Tötungsweise durch Sprengharpunen als grausam kritisiert worden war.

Umweltschützer begrüßten die Entscheidung. "Das ist ein echter Sieg für das Wohlbefinden der Wale", sagte Peter Davies vom Verband Whalewatch. Die Resolution wurde mit 29 zu 22 Stimmen verabschiedet. In dem Text werden die gegenwärtig angewandten Jagdmethoden kritisiert, weil sie "einen Tod ohne Schmerzen und Stress nicht garantieren".

Mehr Überprüfung

Auch die Kritik von Tierschützern, dass die möglichst schonende Tötung der Meeressäuger besser überprüft werden müsse, wurde von der Kommission aufgegriffen. Bisher könne nicht eindeutig festgestellt werden, wann ein Wal tot sei oder zumindest keinen Schmerz mehr empfinde.

Walfänger hatten diese Kritik zurückgewiesen und erklärt, die von ihnen verwendeten Sprengharpunen seien überaus effektiv. Wenn das Tier dadurch nicht sofort getötet werde, was meistens der Fall sei, dann sei es bewusstlos und leide deswegen nicht, sagte Rune Frovik von "Allianz des Hohen Nordens", einer Organisation von Walfängern mit Mitgliedern aus Norwegen, Kanada, Island und anderen Ländern. (AP, DER STANDARD Printausgabe 23.7.2004 )

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