Kuwaitische Firma weist Forderung irakischer Entführer zurück

25. Juli 2004, 10:31
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"Verhandlungen auf hohem Niveau"

Kuwait - Eine kuwaitische Transportfirma hat die Forderung irakischer Entführer von sieben ihrer Mitarbeiter abgelehnt, sich aus dem Irak zurückzuziehen. Die Entführer haben gedroht, ihre Geiseln zu enthaupten, sollte die Firma ihre Geschäfte im Irak nicht aufgeben. "Unsere Firma wird weiter machen, aber es gibt Verhandlungen auf hohem Niveau, an denen Diplomaten und Sicherheitskräfte beteiligt sind", sagte der Chef der Kuwait and Gulf Link Transport Company am Freitag. Drei der Geiseln, die alle Lkw-Fahrer sind, stammen aus Indien, drei aus Kenia und einer aus Ägypten.

Die Entführer verlangen auch, dass Indien, Kenia und Ägypten ihre Bürger aus dem Irak zurückrufen. Keines der drei Länder ist an der US-geführten Militärallianz im Irak beteiligt, allerdings arbeiten dort viele ihrer Bürger als Fahrer oder Bauarbeiter. Der kenianische Außenminister Chirau Ali Mwakwere sagte, er erhalte positive Hinweise von den Botschaften seines Landes in Saudiarabien und Kuwait über das Schicksal seiner Landsleute.

Müde und ängstlich

Videoaufnahmen, die internationalen Medien zugespielt worden waren, zeigten die sieben Männer, wie sie ihre Namen und ihre Nationalität in die Kamera sagten. Sie wirkten müde und ängstlich.

Extremisten im Irak haben seit April Dutzende Ausländer verschleppt, um den Abzug ausländischer Truppen und ein Ende der Zusammenarbeit mit den US-Truppen zu erpressen. Zum Teil verlangten sie auch Lösegeld.

Viele Geiseln sind wieder freigekommen. Am Montag entließen Extremisten einen Ägypter aus der Geiselhaft, nachdem seine saudiarabische Firma zugesichert hatte, sie werde ihre Büros im Irak schließen. Am Dienstag kam ein Philippiner frei, nachdem die Regierung in Manila den Forderungen der Entführer nachkam und vorzeitig ihr kleines Truppenkontingent aus dem Irak abzog. (APA/Reuters)

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