Druck auf vorm Walde steigt: Berliner Staatsanwalt ermittelt

von Redaktion  |  28. Juli 2004, 11:39
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    ÖBB-Chef Rüdiger vorm Walde verfolgt die Ermittlungen gelassen.

Verdacht auf überhöhte Gagen bei Berliner Verkehrsbetrieben - Noch kein Gerichtsverfahren anhängig, aber Ermittlungen laufen

Wien – ÖBB-General Rüdiger vorm Walde muss nicht nur in Österreich mit Kritik an hohen Beratungs- und Personalkosten herumschlagen, sondern auch in Berlin. Dort ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Chef der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), der vorm Walde vor seinem Eintritt in die ÖBB im August 2001 war, wegen Verdachts der Untreue.

Vorm Walde und vier weitere Manager – darunter der derzeitige BVG-Vorstandschef Andreas von Arnim und dessen Vorgänger Hilmar Schmidt-Kohlhas – werden verdächtigt, seit 1999 mehr als 50 überhöht dotierte (so genannte außertarifliche, Anm.) Verträge mit Mitarbeitern der dritten Leitungsebene abgeschlossen zu haben. In einer Anstalt öffentlichen Rechts hätte das BVG-Management dies formal nicht gedurft, denn für die BVG gelten – analog zur österreichischen Schablonenverordnung für Staatsmanager – die Regelungen des Bundesangestelltentarifs.

Noch kein Gerichtsverfahren

Ein Gerichtsverfahren ist gegen die fünf Spitzenmanager derzeit noch nicht anhängig. "Es gibt einen Anfangsverdacht, der von der Staatsanwaltschaft bejaht worden ist", sagt ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft zum STANDARD, "und die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Untreue laufen".

Ob die Suppe dünn oder dick sei, sei nicht absehbar. Wie die BVG verfolgt auch ÖBB-Chef vorm Walde die Ermittlungen gelassen: "Es ist gut, dass die Staatsanwaltschaft untersucht", lässt der ÖBB-Chef dem STANDARD ausrichten. Denn an der Sache sei nichts dran. Für die außertariflichen Verträge gebe es einen Aufsichtsratsbeschluss aus 1995, daher sei der Aufsichtsrat und nicht der Vorstand verantwortlich.

ÖBB: Licht ins Dunkel

Licht ins Dunkel der 2003 um 154 Prozent auf knapp 22 Mio. Euro gestiegenen Beratungskosten kommt indes bei den ÖBB. Davon seien rund 17 Mio. Euro "echte" Beratungskosten, für die Consulter tätig waren. Angesichts der vom Eigentümer verlangten Reformkonzepte für die ÖBB lägen diese in vertretbarem Rahmen, heißt es in der Bahn. Ex-General Helmut Draxler und sein Stellvertreter Helmut Hainitz hätten vergleichbare Beträge ausgegeben. Der Rest, also rund vier Mio. Euro, ging für Rechtsberatung auf. Dass davon ein größerer Teil auf die Sozietät Lansky, Ganzger & Partner entfiel, bestreiten sowohl ÖBB als auch Anwalt Gabriel Lansky. (Luise Ungerboeck, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.7.2004)

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19 Postings
01052004
23.07.2004 17:46
frage:

wenn anwälte für 4 mille gearbeitet haben sollen, sollte doch eigentlich ein ergebnis auf dem tisch leigen, oder? oder waren di die 4 mille in die abcash-zukunft des vorstandes investiert? (a la: so machen wir unsere verträge unanfechtbar und uns ebenfalls.komme was wolle).

Si Net
23.07.2004 13:33
derstandard/online

der größte Nachrichtenvermittler aller Zeiten!

grasser prasser
23.07.2004 11:11
das paßt ja wie die faust aufs auge....

Rafale
23.07.2004 09:45
Die schlechten ins Töpfchen...

...die guten ins Kröpfchen.

A. B.2
23.07.2004 08:57
und wieder eine traumbesetzung unter ÖVP/FPÖ!

Roter Baron Infos zum Powerposten
23.07.2004 08:47
nomen est omen

warum heißt einer vorm walde ?
weil hinter ihm
der wald komplett zuagschis*n is.

holly wut
23.07.2004 11:39
mehr stil

herr baron!
:-)

duke box
23.07.2004 11:27

auch ein vorm walde kann ein hinterwäldler sein

luigi fernando 
23.07.2004 08:21
das ist mal wieder typisch österreich

vorm walde war chef der deutschen bahn, ist dort wegen unzulänglichkeit, unfähigkeit und inkompetenz letztendlich mit milliarden euro verlust entlassen worden...grund genug ihn nach österreich zu hohlen? scheinbar ja da er laut öbb vorstand und schüssel die mit abstand beste wahl war? wie kann das sein bitte? zusätzlich hat es dieser herr geschafft seine damalige sekreterin den posten des salzburger (glaube ich oder war es steiermark) verkehrsreferenten zu besorgen

und, wie siehts aus mit der bahn seit der feine herr im amt ist? hat irgendwer mal davon was gelesen das die bahn weniger minus oder wenigstens auf der gleichen verschuldung bleibt? hat sich irgendwas verbessert???

Hans Neuböck
23.07.2004 11:10
Wer hat ihn geholt und

wer trägt die Verantwortung dafür?
Wie üblich wird irgendwer, wenn überhaupt die politische Verantwortung übernehmen (die kostet nix) und die verursachten Kosten inkl. der sicherlich nicht kleinen Abfertigung + Pension für den Herrn Walde zahlen dann die Österreicher.
Ein tolles System, das für die einen echt super ist. Leider wird es langsam aber sicher unfinanzierbar, drum muß überall gespart werden, beim Bildungssystem, beim Gesundheitssystem, bei den Pensionen für die normalen Leute.
Wie gesagt ein super System ....................

clearlake
23.07.2004 10:42
nicht der deutschen bahn

sondern der berliner verkehrsbetriebe
ist eine nummer kleiner.

Gsandtner
23.07.2004 13:52
Strassenbahn braucht keine (Koralm-, Semmering-, Wienerwald-)Tunnel !


Und die kosten viele MiliARDen EURO !
Obwohl sie nur Nebenstrecken sind !

A. Gsandtner
Geldjäger bei der EU für die DonauMagistrale
der HochleistungsEisenBahn (TEN-T-17plus)
Salzburg - Pressburg (kostet 10 MilliARDen EURO)

holly wut
23.07.2004 11:40
drei nummern....

A Prager  
22.07.2004 21:50
RVW

Unabhängig davon, ob er nicht zulässige Verträge abgeschlossen hat: Herr vorm Walde hat es fast geschafft, die BVG in den Ruin zu treiben, der nur durch einen Milliardenzuschuß des Senates abgewendet werden konnte. Bei den ÖBB ist er - willfähriger Exekutor einer wahnwitzigen Regierungspolitik - auf dem besten Weg dazu, dies nun endlich zu schaffen.

Gsandtner
23.07.2004 06:31
Unverzichtbare Eigenschaft: Befehlsempfänger !


Kommt noch aus der Zeit
Seiner K. K. Apostolischen
Majestät, Hüter des
Einzigen Wahren Glaubens.

A. Gsandtner
(Bu-Kazl. Schüssel hat(te) einen
"Verein der Freunde des 21. Jahrhunderts")

john john
23.07.2004 03:58
Es ist nicht vorm Walde

.. es ist die Regierung die die OEBB vernichtet.

Gsandtner
22.07.2004 20:33
Was befähigt einen Strassenbahner zum Chef einer Eisenbahn ?


Da wird man wohl die gute
Frau Forstinger fragen müssen !

A. Gsandtner
(kein EU-Geld für Fehlplanungen)

Helmut Huber
23.07.2004 10:35
Draxler war als SBL-Chef auch "Straßenbahner".

Daran (alleine) kann es wohl nicht liegen.

Auch wenn im Umkreis der SPÖ der eine oder andere Straßenbahner sicher auch höher aufgestiegen ist, als es seinen Fähigkeiten entsprach.

Gsandtner
23.07.2004 13:55
Söhne von Strassenbahnern sind oft gar nicht so schlecht !


Beispiele gibt es sogar ganz aktuell !

A. G.
(keine absichtliche Kriecherei)

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