Mobile Kulturinitiativen sesshaft

23. Juli 2004, 20:48
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Zwei Viaduktbögen für junge Innsbrucker Kulturszene

Innsbruck – Dreieinhalb Jahre nachdem sich heimatlose Initiativen der jungen, alternativen Kulturszene zur "Plattform mobiler Kulturinitiativen" (p.m.k.) zusammengeschlossen haben, geht die Forderung nach eigenen Räumlichkeiten doch in Erfüllung. Donnerstagabend wurden die beiden adaptierten Viaduktbögen 19 und 20 im Innsbrucker Szeneviertel unter der Eisenbahn mit einem Fest eröffnet. Die Hausbesetzung vom August 2002 hat ihren Zweck mit Verspätung erfüllt.

Einer der Bögen dient als "Homebase" für die mittlerweile 24 Vereine der p.m.k., in dem Büro- und Koordinationsarbeiten stattfinden, aber auch eine Bibliothek und eine Mediathek untergebracht sind. Die anderen knapp 100 Quadratmeter wurden als Veranstaltungsraum eingerichtet. Als besonderen Vorteil hebt p.m.k.-Geschäftsführerin Ulrike Mair hervor, dass es mangels Anrainer auch kein Lärmproblem durch den Veranstaltungsbetrieb geben werde. Thomas Feuerstein und Chris toph Hinterhuber haben mit ihren Fassadengestaltungen spannende Akzente gesetzt, die vor allem abends dem Straßenzug ihren kreativen Stempel aufdrücken.

Die Finanzierung war lange nicht gesichert, nachdem sich die Stadt Innsbruck geweigert hatte, über die Jahressubvention von 30.000 Euro hinaus, auch etwas zu den Investitionen beizutragen. Eingesprungen ist nun das Land Tirol mit einer Umbausubvention von 57.000 Euro und 40.000 Euro für den laufenden Betrieb. (hs, DER STANDARD, Printausgabe vom 23.7.2004)

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