Tschetschenischer Oppositionskandidat darf wieder nicht kandidieren

24. Juli 2004, 12:13
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Geschäftsmann Saidullajew zum zweiten Mal ausgeschlossen

Moskau - Die tschetschenische Wahlkommission hat den wichtigsten Herausforderer des pro-russischen Präsidentschaftskandidaten von der Abstimmung ausgeschlossen. Malik Saidullajew sei nicht registriert worden, sagte der Chef der Wahlkommission, Abdul-Kerim Arsachanow, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Im Pass des 39-jährigen Politikers sei "Republik Tschetschenien" als Geburtsort angegeben und nicht die damals offizielle Bezeichnung "Tschetschenisch-inguschetische Republik", hieß es zur Begründung. Er sei ausgeschlossen worden, weil Moskau seinen Sieg gefürchtet habe, sagte Saidullajew am Telefon von Frankreich aus.

Das zweite Mal ausgeschlossen

Es ist das zweite Mal, dass der millionenschwere Geschäftsman nicht als Kandidat bei der Präsidentschaftswahl zugelassen wurde. Im vergangenen Jahr wurde ihm eine Kandidatur mit der Begründung verwehrt, die eingereichten Unterschriftenlisten seien gefälscht. Saidullajew galt als der chanchenreichste Gegenkandidat des von Moskau unterstützten bisherigen Innenministers Alu Alchanow bei der Wahl am 29. August. Die Wahl wurde notwendig, nachdem der pro-russische tschetschenische Präsident Achmad Kadyrow am 9. Mai bei einem Sprengstoffanschlag getötet worden war. (APA)

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