Nach Korruptionsvorwürfen hält EU Hilfe für Kenia zurück

26. Juli 2004, 17:47
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Zahlungen von 47 Millionen Euro "nicht eingefroren", aber verschoben

Nairobi - Wenige Tage nach drastischen Korruptionsvorwürfen des britischen Botschafters gegen die kenianische Regierung hat die Europäische Union (EU) Hilfszahlungen in Höhe von 47 Millionen Euro ausgesetzt. Die EU verlangt unter anderem die Aufklärung des jüngsten Korruptionsskandals in Kenia, in dem ein zweifelhaftes Unternehmen einen Großauftrag über ein Computersystem für fälschungssichere Pässe bekommen hat.

"Die Zahlungen werden nicht eingefroren, sondern lediglich verschoben", sagte eine Sprecherin der Delegation der EU- Kommission am Donnerstag in Nairobi. Es handle sich um Zahlungen in den kenianischen Staatshaushalt, einzelne Projekte seien davon nicht betroffen. (APA)

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