Graz: Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft

23. Juli 2004, 11:58
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500-Kilo-Geschoß wurde bei Bauarbeiten am Gleiskörper gefunden - Zünder war noch funktionstüchtig

Graz - Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Donnerstagnachmittag am Grazer Hauptbahnhof entschärft.

Der Metallkörper war bei Bauarbeiten am Gleiskörper gefunden worden. Es handelte sich um ein Geschoß mit einem funktionsfähigen Zünder, das in kurzer Zeit entschärft werden konnte. Aus Sicherheitsgründen wurden umliegende Straßen für den Verkehr gesperrt und zwei Häuser evakuiert.

Mit Bagger auf Bombe gestoßen

Bauarbeiter waren bereits am Mittwoch in rund fünf Metern Tiefe mit einem Bagger auf jenen metallischen Gegenstand gestoßen, der sich als eine einen Meter lange Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entpuppen sollte. Da sich noch ein Zünder an dem Geschoß befand, wurde es als noch funktionsfähig und daher gefährlich eingestuft. Erst nach einer Bergung der 500-Kilo-Bombe am Donnerstag sowie einer Untersuchung durch einen Experten stand fest, dass das 500 Kilogramm schwere Kriegsrelikt am Fundort unschädlich gemacht werden konnte.

Das Gerät war nach Angaben von Experten in England erzeugt worden und verfügte über einen mechanischen Zünder, der sich entschärfen ließ. Probleme hätte es dagegen bei einer chemischen Langzeit-Zündvorrichtung gegeben, da diese nur durch eine Sprengung zerstört werden kann. Diese hätte dann am Fundort vorgenommen werden müssen.

Erst vor einer Woche hatte es am Grazer Hauptbahnhof ebenfalls Alarm gegeben, da ein metallischer Gegenstand gefunden worden war. Dieser stellte sich allerdings als eine Ansammlung von ungefährlichen Bombensplittern heraus. (APA)

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