Politische Zwischenrufe seien "entbehrlich",

23. Juli 2004, 16:15
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ÖVP, SPÖ und Grüne sind sich einig - Stellungsnahmen und Unterstützungserklärungen von Politikern sind "absolute Privatmeinungen"

St. Pölten - Sowohl SPÖ- als auch ÖVP-Politiker in Niederösterreich sprachen sich im Zusammenhang mit der Sex-Affäre im Priesterseminar St. Pölten sowie der Apostolischen Visitation für eine "klare Trennung von Kirche und Staat aus".

Politische Zwischenrufe seien diesbezüglich "entbehrlich", betonte SP-NÖ-Landesgeschäftsführerin Karin Kadenbach am Donnerstag. Gleiches hatte auch schon der Parteimanager der VP-NÖ, Gerhard Karner, am Mittwochabend hervorgehoben. "Eine möglichst rasche Aufklärung der Vorfälle im Priesterseminar St. Pölten, wie sie einerseits mit der Befassung durch die Staatsanwaltschaft und andererseits auch mit der päpstlichen Visitation läuft, ist absolut begrüßenswert", so Kadenbach. "Jede politische Äußerung zu diesem laufenden Verfahren, egal von wem sie kommt, ist absolut entbehrlich."

Unterstützung für Küchel seien Privatmeinungen

Deshalb sei auch die Unterstützung des mittlerweile zurückgetretenen Regens Ulrich Küchl laut Kadenbach als "absolute Privatmeinung" zu sehen. Sowohl Landesrat Wolfgang Sobotka (V) als auch LAbg. Siegfried Nasko (S) hatten eine schriftliche Ehrenerklärung für Küchl unterzeichnet. Für die NÖ Grünen ist die Unterstützung Küchls durch Landespolitiker hingegen ein "in dieser Phase völlig falsches Signal und ein Eingriff in ein laufendes Verfahren". (APA)

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