EU-Kommission drängt auf Frequenzfreigabe für Drahtlos-Technologien

29. Juli 2004, 13:21
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Kommissar Rehn warnt Mitgliedstaaten vor einseitigem Vorgehen

Die EU-Kommission drängt auf die Freigabe von weiteren Teilen des Funkfrequenzspektrums für die Nutzung durch neue Drahtlostechnologien im Computer- und Telekommunikationsbereich. Dies solle durch eine engere Kooperation der Mitgliedstaaten und EU-weite Harmonisierung der Frequenzspektren ermöglicht werden, teilte der für Unternehmen und Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissar Olli Rehn am Donnerstag in Brüssel mit.

WLAN und Co.

Die bekannteste dieser Drahtlostechnologien ist "Wireless LAN", das die Verbindung mit dem Internet ohne Einwahl über Mobilfunk oder Festnetz ermöglicht. Rehn unterstrich, dass diese Technologien gefördert werden müssten, weil sie die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärkten und den Bürgern zusätzliche Annehmlichkeiten böten.

Schnelle Zunahme

Die schnelle Zunahme dieser Technologien zeige, dass in Europa schnell zusätzliche Frequenzen zur Verfügung gestellt müssten, so der Kommissar. Er warnte die Mitgliedstaaten davor, einseitige Reformen der Frequenzverwaltung durchzuführen. Nur durch ein EU-weit abgestimmtes Vorgehen könnten nämlich Interferenzprobleme gelöst und eine grenzüberschreitende Anwendung dieser Technologien gewährleistet werden.(APA)

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