Saddam Hussein klagt vor Menschenrechts-Gerichtshof

24. Juli 2004, 14:22
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Anwalt: USA missachten Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen

Paris - Für den gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein ist nach Angaben seines Anwalts eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eingereicht worden. Gegenstand sei die Achtung der Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen, sagte der Jurist Emmanuel Ludot am Donnerstag in Paris.

Washington habe sich "überhaupt nicht" an die Genfer Konvention gehalten und vor allem gegen deren Artikel 85 und 105 verstoßen, die einem Kriegsgefangenen das Recht auf Verteidigung zugestehen, führten die Anwälte des einstigen irakischen Machthabers in dem Verfahren an.

Frankreich werde aufgefordert, die USA zur "Achtung der Genfer Konvention" zu veranlassen, sagte Ludot. Der Gerichtshof für Menschenrechte hatte bereits am 30. Juni eine Klage des Anwalts des irakischen Ex-Machthabers zurückgewiesen, mit der seine Überstellung an die provisorische irakische Regierung verhindert werden sollte. (APA/dpa)

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