Aktionärsvertreter gegen Gesetz für Managergehälter

8. September 2004, 13:26
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"Wir leben in einer Marktwirtschaft, Manager sind keine Beamten"

Düsseldorf - Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat Vorschlägen zur gesetzlichen Begrenzung von Managergehältern eine Absage erteilt. "Diese Idee ist Humbug", sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag). "Wir leben in einer Marktwirtschaft, Manager sind keine Beamten."

Allerdings schade es dem sozialen Frieden, wenn Einzelne Millionengehälter ohne persönliches Risiko beanspruchten. "Unsere Manager wollen amerikanische Gehälter bei deutscher Haftung. Hierzulande wird im Gegensatz zu den USA oder Großbritannien kaum jemand für Fehler zur Verantwortung gezogen", sagte der Aktionärsvertreter.

Der Eindruck überzogener Bezüge entsteht nach Hockers Einschätzung hauptsächlich durch drei Firmen: die Deutsche Bank, DaimlerChrysler und Mannesmann mit seiner Abfindungsaffäre. Vor allem bei Daimler seien die Millionengehälter in Anbetracht der unternehmerischen Flops, etwa bei Mitsubishi, wirklich unangemessen. Diese Schieflage habe mit der Schwäche des Aufsichtsrats zu tun. (APA/dpa)

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