Prozess um Millionenprämien kostet selbst Millionen

8. September 2004, 14:07
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Allein Ackermann-Anwälte kassieren 1,9 Millionen Euro

Düsseldorf - Der Mannesmann-Prozess um Millionenprämien für Manager hat selbst Millionen verschlungen. Einen Teil der Summe müssen nun die deutschen Steuerzahler tragen.

Allein die Kosten für die Verteidigung von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann beziffert das Geldinstitut auf 1,9 Mio. Euro. Die Staatskasse wird aber nur einen geringen Teil dieser Summe erstatten.

Mit dem Freispruch übernimmt der deutsche Staat die Prozesskosten und fast 400 Euro pro Verhandlungstag für jeden der zwölf Verteidiger.

Die tatsächlichen Honorare für die Verteidiger betragen ein Vielfaches - die Differenz tragen die Angeklagten oder deren Unternehmen selbst, beziehungsweise deren Rechtsschutz- Versicherungen.

Hinzu kommen Ausgaben für Dolmetscher, Wachtmeister, Schöffen und die Entschädigung für die 55 Zeugen sowie deren Anwälte. (APA/dpa)

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