Irak bittet arabische Staaten um militärischen Schutz für UNO-Mission

23. Juli 2004, 14:48
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Nachbarstaaten zu Sicherheitskooperation bereit

Kairo - Der Irak hat die arabischen Staaten um militärischen Schutz für Mitarbeiter der Vereinten Nationen in Bagdad gebeten. "Wir haben Ägypten gebeten, die nötigen Kontakte mit den anderen arabischen Staaten aufzunehmen, damit sie für den Schutz der UNO-Mission Truppen nach Bagdad schicken", sagte der irakische Ministerpräsident Iyad Allawi nach einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak am Donnerstag in Kairo.

Die Aufgaben arabischer Soldaten im Irak würden auf den Schutz der UNO-Mission begrenzt bleiben. Die Vereinten Nationen waren im Irak im vergangenen Jahr mehrmals Ziel von Anschlägen gewesen und hatten sich daraufhin weitgehend aus dem Land zurückgezogen.

Die arabischen Staaten hatten sich Ende Mai gegen die Entsendung von Truppen in den Irak unter dem Kommando der USA ausgesprochen. Anfang Juli, nach der Machtübergabe an die irakische Übergangsregierung, bot Jordanien als erstes arabisches Land die Entsendung von Soldaten an, falls eine entsprechende Anfrage aus Bagdad käme. Ägypten, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate boten dem Irak zudem Hilfe beim Aufbau eines Sicherheitsapparates und der Armee an.

In Kairo waren am Mittwoch Vertreter der Nachbarstaaten des Irak zusammen gekommen, um vor allem Fragen der Grenzsicherung zum Irak zu erörtern. Bei dem Treffen waren Jordanien, Kuwait, Saudiarabien, Syrien und die Türkei vertreten. (APA)

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