Iran-Geschäfte Halliburtons werden geprüft

24. Juli 2004, 18:32
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Ex-Firma des US-Vizepräsidenten Cheney immer wieder in den Schlagzeilen

Houston - Der amerikanische Ölfeldausrüster Halliburton wird wegen seiner Geschäfte im Iran von einer gerichtlichen Untersuchungskammer in Houston/Texas unter die Lupe genommen. Die Iran-Untersuchungen sind ein politisch heißes Eisen, denn US-Vizepräsident Dick Cheney war einst Halliburton-Chef. Das Unternehmen war zudem bereits wegen seiner Irak-, Nigeria- und anderer Auslandsgeschäfte in die Schlagzeilen geraten.

US-Gesetze untersagen Firmen mit Sitz in den USA oder US-Bürgern Handelsbeziehungen mit dem Iran und einigen anderen Ländern. Ausnahmen gibt es, falls die Geschäfte durch ausländische Tochterfirmen abgewickelt werden und keine Amerikaner beteiligt sind. Ausnahmen gibt es auch, wenn Geschäfte von der amerikanischen Aufsichtsbehörde OFAC (Office of Foreign Assets Control) oder dem US-Finanzministerium genehmigt werden.

Eine OFAC-Untersuchung bei Halliburton sei jetzt an das US-Justizministerium weitergegeben worden. Halliburton verwies darauf, dass die Gesellschaft eine Tochterfirma auf den Cayman Islands habe, die über Operationen im Iran verfüge. Die Gesellschaft habe auch europäische Tochterfirmen, die Produkte für den Iran produzierten oder dort Dienstleistungen anböten. (dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 22.7.2004)

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