Jürgen Klinsmann soll Völler-Nachfolge antreten

26. Juli 2004, 15:55
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Angeblich Dreier-Lösung mit Oliver Bierhoff und Holger Osieck geplant - Kürzlich sprach Klins­mann vom "jäm­merlichen Bild des DFB"

Frankfurt/New York - Die wochenlange Suche nach einem Nachfolger für Rudi Völler steht vor einem Ende: Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Jürgen Klinsmann soll den deutschen Fußball in verantwortlicher Position aus der Misere und zur Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land führen. In den Verhandlungen mit dem Europameister von 1996 sind offenbar nur noch wenige Details zu klären.

"Ich habe mich gefreut, dass der DFB mein Angebot angenommen hat, der deutschen Nationalmannschaft zu helfen im Hinblick auf die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2006. Diese WM ist die wichtigste Sportveranstaltung in den nächsten 40 Jahren in Deutschland und es ist eine Selbstverständlichkeit, dass ich dem DFB helfe, unabhängig von der Funktion", sagte Klinsmann. Der frühere Weltklasse-Stürmer soll nicht als Bundestrainer sondern als Teamchef mit einem Trainer-Team unter sich fungieren. Der DFB plant eine Dreier-Lösung. Oliver Bierhoff (36) ist als Team-Manager vorgesehen. Und Holger Osieck (56), unter Franz Beckenbauer Co-Trainer der Weltmeister-Mannschaft von 1990, soll als Klinsmann-Assistent fungieren.

Der in Los Angeles lebende Klinsmann - er ist auch Berater von Herzog-Klub LA Galaxy - hatte sich nach dem Scheitern der deutschen Nationalmannschaft bei der EM in Portugal und Völlers Rücktritt als heftigster Kritiker des DFB hervorgetan. "Das Bild, das der DFB abgibt, ist einfach jämmerlich", hatte der 39-Jährige geäußert - und die Schaffung eines Manager-Postens gefordert. "Im Prinzip muss man den ganzen Laden auseinander nehmen."

Bis zu diesem Mittwoch galten nach den Absagen von Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel die beiden Ausländer Guus Hiddink (Niederlande) und Morten Olsen (Dänemark) als aussichtsreichste Trainer-Kandidaten. Sollte Klinsmann den Cheftrainer-Posten bekommen, wäre dies eine Parallele zum zurückgetretenen Rudi Völler. (APA/dpa/red)

  • Klinsi is back...

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