Grasser für offene Geschäfte am Sonntag

28. Juli 2004, 12:58
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Der Finanzminister pocht auf seine Unabhängigkeit und will weiter Tabus brechen: Diesmal sind die Ladenöffnungszeiten dran

Wien - Trotz aller Kritik bleibt Finanzminister Karl-Heinz Grasser dabei, dass die Zahl der Feiertage reduziert werden muss: "Dass das katholische Italien weniger Feiertage hat als wir ist absurd. Es ist der Vorteil meiner Unabhängigkeit, dass ich Tabus brechen kann". Und deshalb sollen "natürlich die Geschäfte am Sonntag offen sein", sagt Grasser in einem Interview mit "News".

Dem Betriebswirt tut das Herz weh

Ihm als Betriebswirt tue bei geschlossenen Geschäften "das Herz weh", so Grasser. "Weder Sonntagsöffnung noch eine komplett freigegebene Ladenöffnung sind tabu. Deshalb lachen uns andere Länder bereits aus."

Er, Grasser, wolle an die Wirtschaft und an liberale junge Menschen, denen täglich flexible Arbeitszeiten abverlangt würden, "Signale senden." (APA)

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