Exekutivgewerkschaften empört über Prinzhorn-Äußerungen

23. Juli 2004, 13:33
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"Provokation der Extraklasse"

Wien - "Helle Empörung" herrsche in der Exekutive über die Aussage des Dritten Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn, dass Exekutivbeamte im Außendienst nicht pauschal Schwerarbeiter seien, berichteten die Vorsitzenden der Gewerkschaften Gottfried Haselmayer (Kriminalbeamte), Franz Pail (Polizei) und der stellvertretende Vorsitzende Kurt Kaipel (Gendarmerie). Dies werde als "Provokation der Extraklasse" empfunden.

Prinzhorn hatte im "Kurier"-Interview erklärt, Exekutivbeamte im Außendienst pauschal zu Schwerarbeitern zu erklären, wäre "eine Verhöhnung jedes Schwerarbeiters".

"Tauschhandel"

"Wenn Herr Prinzhorn derartige Äußerungen von sich gibt, dann kennt er nicht den schweren Dienst, den die KollegInnen bei der Exekutive beispielsweise bei schweren Verkehrsunfällen oder bei den vielen Nachtdiensten auf Grund der steigenden Kriminalität verrichten müssen", konterten die drei Gewerkschafter. Prinzhorn wäre "gut beraten, sich intensiv mit den Belastungen der KollegInnen auseinander zu setzen, statt leichtfertig Feststellungen zu treffen, die sich gegen die Interessen der ExekutivbeamtInnen richten". Sie forderten ein eigenes Exekutivdienstrecht. '

Die Gewerkschafter lehnten weiters einen "politischen Tauschhandel" ab, wie ihn der Kärntner LH Jörg Haider (F) nach dem Motto "Tausche Schwerarbeiterregelung 'Marke Haider' für eine Zustimmung zur Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie" gefordert habe. Das sei ein "Ping-Pong-Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Themen, die aber rein gar nichts miteinander zu tun haben". (APA)

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