Vivendi und Hachette-Lagardere prüfen mögliche Fusion

27. Juli 2004, 13:12
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Ausgang offen - Konzerne geben kein Kommentar

Die Pariser Medienkonzerne Vivendi Universal und Hachette-Lagardere prüfen einem französischen Zeitungsbericht zufolge eine mögliche Fusion. Spitzenvertreter beider Unternehmen hätten dazu Gespräche geführt, berichtete die Wochenzeitung "Le Canard Enchaine" am Mittwoch.

Derzeit sei der Ausgang offen, die Beratungen träten auf der Stelle. Vertreter beider Unternehmen wollten die Angaben nicht kommentieren. An der Pariser Börse legten die Aktien von Vivendi Universal und Lagardere zunächst jeweils mehr als 2,5 Prozent zu und damit stärker als der Durchschnitt der wichtigen Anteilsscheine im Hauptindex CAC 40.

Der Lagardere-Konzern ist über EADS auch in der Rüstungs- und Luftfahrtindustrie vertreten. Die Gruppe dominiert große Teile der französischen Verlagswelt und der Regionalpresse. Im vergangenen Jahr hatte Lagardere die französischen Verlage von Vivendi unter dem Namen Editis übernommen, auf Drängen der EU-Kommission aber 60 Prozent davon wieder an eine Investorengruppe abstoßen müssen. Dem "Canard Enchainé" zufolge soll nun bei einer möglichen Fusion zunächst Vivendi-Chef Jean-Rene Fourtou an die Spitze des neuen Großkonzerns treten, nach zwei Jahren dann Lagardere-Boss Arnaud Lagardere. (APA)

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