Stadt Wien für Lärmschutz vor Schloss Schönbrunn

22. Juli 2004, 22:31
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Künftige Konzerte werden nur genehmigt, wenn Lärmvorschriften sicher eingehalten werden können

Wien - Nachdem es zuletzt bei zwei Veranstaltungen vor Schloss Schönbrunn zu Überschreitungen der Lärmschutzvorschriften gekommen ist, sind Befürchtungen laut geworden, dass die Wiener Stadtverwaltung weitere Konzerte unterbinden könnte. Hans Bachl, Leiter der Veranstaltungsbehörde MA 36, machte daher am Mittwoch klar, dass bei Einhaltung der gesetzlichen Lautstärke nichts gegen weitere Veranstaltungen spreche.

"Niemand will die Veranstaltungen vor dem Schloss Schönbrunn abdrehen, es geht darum, nur solche Veranstaltungen zu genehmigen, bei denen sowohl die Ansprüche der Veranstalter als auch das berechtigte Ruhebedürfnis der Bevölkerung zufrieden gestellt werden kann", so Bachl.

55 Dezibel sind "Ente"

Auch seitens der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft bestätigte man, dass etwa die bevorstehenden Lipizzaner- und Sängerknaben-Auftritte gesichert seien. Eine kolportierte Beschränkungen der Lärmwerte auf 55 Dezibel habe sich als "Ente" herausgestellt, so ein Sprecher.

"Jeder Veranstalter, der sich an die gesetzlichen Bestimmungen hält, hat natürlich das Recht, auch weiterhin in Schönbrunn Konzerte zu veranstalten. Wien ist und bleibt Veranstaltungs- und Kulturstadt", betonte auch Bachl. Bei zwei Konzerten seien die zulässigen Schallpegelwerte permanent um das Vierfache überstiegen worden, was bis in den 18. Bezirk deutlich zu hören gewesen sei.(APA)

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