Handy-Strahlung macht nicht krank

31. Juli 2004, 17:10
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Neue Studie bewertet Ergebnisse der aktuellen wissenschaftlichen Literatur

Mobilfunkfelder bewirken keine Gesundheitsbeschwerden und Erkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Prof. Dr. Jiri Silny vom Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit der RWTH Aachen, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Umweltmedizin in Forschung und Praxis" veröffentlicht ist. Unter dem Titel "Gesundheitsrelevante Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder des Mobilfunks und anderer neuer Kommunikationssysteme" wurden alle Ergebnisse der aktuellen wissenschaftlichen Literatur ausgewertet.

Zusammenhang zwischen den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks und Gesundheitsstörungen

Die Befürchtung, es könne einen Zusammenhang zwischen den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks und Gesundheitsstörungen wie Krebs, subjektiven Beschwerden oder Veränderungen des Blutdrucks geben, werde durch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung nicht gestützt, so der Bericht. Vielmehr bestehen nach der kritischen Auswertung der vorliegenden Forschungsergebnisse an einer Ursächlichkeit oder auch nur an einer Beteiligung von Mobilfunkfeldern an Krankheiten erhebliche Zweifel. Bereits das gesundheitliche Risikopotenzial, das von Handys ausgehe, sei als sehr gering einzustufen. Umso geringer müsse die Wahrscheinlichkeit einer gesundheitsschädigenden Wirkung der 100- bis 1.000-fach schwächeren elektromagnetischen Felder von Mobilfunksendeanlagen eingeschätzt werden.

Untersuchungen

Silny überprüfte in der Studie anhand von Untersuchungen, die in den vergangenen zehn Jahren in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht worden waren, ob und gegebenenfalls inwieweit Mobilfunkfelder gesundheitliche Schäden verursachen können. Er befasste sich dabei mit Analysen zur Wirkung von Mikrowellen im Frequenzbereich zwischen 500 und 5.000 Megahertz. Dieser Bereich umfasst auch die Frequenzen, die moderne Mobilfunkstandards zur Datenübertragung nutzen.

Eine Zusammenfassung der Studie ist im Internet unter scientificjournals.com verfügbar.(red)

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