RZB verdoppelt Filialen in Russland

28. Juli 2004, 11:41
posten

Raiffeisen profitiert von Krise russischer Banken - Bis Ende 2005 sollen zu den bisherigen 13 weitere zwölf Filialen dazukommen

Wien - Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) beschleunigt in Russland den Ausbau des Privatkundengeschäfts. Die Zahl der Filialen wird verdoppelt, heuer soll das Geschäftsvolumen um 25 Prozent steigen. Auf die Moskauer RZB-Tochter gebe es einen regelrechten "Run". Deren Chef, Michel Perhirin, berichtet im "WirtschaftsBlatt" von hunderten Neukunden in den letzten Tagen.

Probleme bei russischen Banken

Die RZB profitiert dem Bericht zufolge vom Zusammenbruch russischer Lokal-Banken. Die Guta Bank hat den Geschäftsbetrieb vorübergehend eingestellt. Analysten zufolge kämpfen weitere Institute mit ernsten Problemen. Angesichts der Krise tragen tausende Sparer ihre Einlagen zu "sicheren Auslandsbanken".

Die Moskauer RZB-Tochter, die in Russland nach der HypoVereinsbank mit 600 Mitarbeitern die zweitgrößte Auslandsbank ist, hat daher soeben den Ausbau des Filialnetzes beschlossen. Derzeit verfügt das Institut über 13 Standorte in Moskau und St. Petersburg. Bis Ende 2005 sollen 12 neue Niederlassungen dazukommen. Dabei werden vor allem große Provinzstädte wie Jekaterinenburg, Samara und Nischnij Nowgorod ausgewählt. In den vergangenen Monaten hat die russische RZB-Tochter die Zahl der Kunden auf 92.000 verdoppelt.

Gewinn soll kräftig wachsen

Die Bilanzsumme der Moskauer RZB-Tochter ist im Vorjahr um 25 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro gestiegen. Heuer könnte die 2-Milliarden-Euro-Schwelle überschritten werden. Laut RZB-Vorstand soll der Gewinn der Moskauer Tochter in diesem Jahr auf 50 bis 60 Mio. Euro steigen. 2003 lag der Gewinn bei 49 Mio. Euro. (APA)

Share if you care.