Microsoft zahlt Aktionären 32 Milliarden Dollar

8. September 2004, 14:01
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Sonderdividende Teil eines 75-Milliarden-Programms - Auch Aktienrückkauf geplant

Redmond - Der US-Softwarekonzern Microsoft will seine Aktionäre mit einer Sonderdividende im Wert von insgesamt 32 Milliarden Dollar (rund 26 Milliarden Euro) belohnen. Die Pläne seien Teil eines 75 Milliarden Dollar schweren Programms zu Gunsten seiner Anteilseigner, teilte das US-Unternehmen am Dienstag in Redmond mit. 30 Milliarden Dollar will der Hersteller von Softwareprogrammen demnach im Laufe von vier Jahren für den Rückkauf eigener Aktien aufwenden. Geplant sei eine einmalige Ausschüttung von drei Dollar pro Aktie sowie eine Verdoppelung der jährlichen Dividende auf 32 US-Cent.

"Wir werden weiterhin bedeutende Investitionen in alle unsere Geschäftszweige tätigen und unsere führende Stellung bei Innovationen erhalten, aber wir können jetzt außerdem über vier Jahre bis zu 75 Milliarden Dollar den Aktionären zur Verfügung stellen", sagte Vorstandschef Steve Ballmer. Der Kurs der Microsoft-Aktien stieg nach der Ankündigung, die erst nach Handelsschluss an der Wall Street erfolgte, um 3 Prozent auf 29,17 Dollar pro Aktie.

Genehmigung durch Hauptversammlung notwendig

Die Kapitalmaßnahmen müssten jedoch von der Hauptversammlung im November genehmigt werden. Microsoft war in der Vergangenheit mehrfach wegen seines hohen Bargeldbestandes von rund 56 Milliarden Dollar kritisiert worden. Microsoft-Aktien legten nachbörslich auf 29,14 Dollar zu von 28,32 Dollar bei Schluss der Technologiebörse Nasdaq.

Microsoft-Aktionäre hatten bereits seit längerem eine Beteiligung an den enormen Geldreserven des Marktführers bei Betriebssystemen wie Windows gefordert. Die Unternehmensführung verwies dagegen auf anhängige Klagen von Mitbewerbern wegen des angeblichen Missbrauchs seiner Monopolstellung, die eine Entscheidung über die Verwendung der Reserven erschwerten. Mittlerweile sei der Großteil der gerichtlichen Auseinandersetzungen aber beendet, sagte Microsoft-Rechtsberater Brad Smith. (APA/Reuters)

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