Kerry-Berater wegen Dokumenten-Affäre zurückgetreten

23. Juli 2004, 12:39
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Berger soll Geheimdokumente aus dem Nationalarchiv mitgenommen haben - Ermittlungen eröffnet

Washington - Der Sicherheitsberater des früheren Präsidenten Bill Clinton, Sandy Berger, ist aus dem Team des demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry ausgeschieden. Das teilte dessen Wahlkampfmannschaft am Dienstag mit. Damit zog Berger Konsequenzen aus den Ermittlungen, die gegen ihn eröffnet wurden. Berger hat zugegeben, als geheim eingestufte Dokumente aus dem Nationalarchiv mitgenommen zu haben. Darin ging es um Maßnahmen zur Terrorabwehr. Berger stand Kerry als inoffizieller Berater zur Seite.

Berger hatte die Dokumente im vergangenen Jahr eingesehen um zu prüfen, was davon der Kommission zur Untersuchung der Terroranschläge vom 11. September 2001 zur Verfügung gestellt werden sollte. Er habe die Papiere aus Versehen mit nach Hause genommen, teilte Berger mit. Die meisten habe er inzwischen zurückgegeben, einen Teil jedoch irrtümlich zu Hause vernichtet. Berger entschuldigte sich in einer Erklärung für die "Schlamperei". Das Justizministerium ermittelt wegen Geheimnisverletzung.

Den Medienberichten zufolge hatten die vermissten Dokumente die höchste Geheimstufe und handelten von Maßnahmen, die die US-Regierung nach der Aufdeckung von Komplotten für Terroranschläge bei US-Feiern zur Jahrtausendwende getroffen hatte. (APA/dpa)

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