Wifo für Maut zum Bahnausbau

28. Juli 2004, 12:56
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Erhöhte Maut in sensiblen Zonen brächte Geld für Verkehrsplan

Wien - Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) setzt sich für die Verwendung der Einnahmen aus der Lkw-Maut zum Ausbau der Bahn ein. Der Lkw-Verkehr habe im vergangenen Jahrzehnt "fast doppelt so stark zugenommen wie der Güterverkehr der Bahn", warnt das Wifo. EU-Erweiterung und Auslaufen des Ökopunktesystems werden das Wachstum des Straßenverkehrs weiter beschleunigen. Darum unterstützt das Wifo die im EU-Weißbuch zur Verkehrspolitik festgeschriebene Finanzierung des Bahnausbaus in sensiblen Zonen durch Teile der Lkw-Straßenmauten.

Laut den derzeitigen Plänen zur EU-Wegekostenrichtlinie darf die Erhöhung der Mauten 25 Prozent der Mauttarife nicht überschreiten. Ausgehend von den Mauteinnahmen der Sondermautstrecken (Arlbergpass, Brennerpass, Tauernpass, Gleinalmtunnel, Bosrucktunnel) im Jahr 2003 könnte mit einem Mautaufschlag von 25 Prozent über 20 Jahre rund ein Fünftel der im Generalverkehrsplan Österreich 2002 projektierten Ausbaukosten der Bahn in diesen Regionen finanziert werden, rechnete das Wifo vor. (APA)

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