Schwerarbeiter

8. September 2004, 16:25
posten
Eines der Streitthemen bei der Harmonisierung ist die Frage, ob es Ausnahmen für Schwerarbeiter geben soll. Im Sozialministerium wurde nun eine Sozialpartner-Arbeitsgruppe eingerichtet, die definieren soll, wer ein Schwerarbeiter ist und wie diese zu behandeln sind.

Laut Sozialminister Herbert Haupt soll bei der Neudefinition des Begriffes vor allem die Schwere der Tätigkeit eines Arbeitnehmers im Vordergrund stehen, nicht der Beruf. Die Arbeitsgruppe sucht also nicht nach Berufsgruppen wie Verschubarbeiter oder Nachtschwester, sondern möchte Rahmenbedingungen (Schmutz, Lärm, Gift) und Handlungen beschreiben, die unter "Schwerarbeit" zusammenzufassen sind.

Leicht wird die Arbeit für die Kommission nicht, denn sie geht mit einer klaren politischen Zielvorgabe in die Beratungen. Nicht viel mehr als fünf Prozent aller Arbeitnehmer sollen unter den Begriff "Schwerarbeiter" fallen. Aus der Schwerarbeit wird wohl Schwerstarbeit. (tó/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.7.2004)

Share if you care.